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Borna Viel Ferienspaß im Gnandorfer Kinder- und Jugendhaus
Region Borna Viel Ferienspaß im Gnandorfer Kinder- und Jugendhaus
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19:59 09.08.2012
Auch während der Ferien ist in Gnandorf viel los. Quelle: Jakob Richter
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Borna

Doch Leiterin Sandra Freitag muss Jonas schweren Herzens noch einmal wegschicken. „Wir öffnen erst um 14 Uhr. Das weißt du doch“, sagt sie. Für Jonas und andere junge Menschen zwischen 6 und 27 Jahren hat das Kinder- und Jugendhaus, ein offener Freizeittreff in der Raupenhainer Straße, jeden Wochentag von 14 bis gegen 21 Uhr geöffnet. Täglich nutzen etwa 30 Kinder und Jugendliche die Angebote des Hauses. Dabei dürfen die Jüngeren nur bis 18 Uhr bleiben, damit die Älteren abends ein wenig Zeit für sich haben. Die meisten kommen direkt aus Gnandorf und gehen auf die Mittelschule Borna-West, die Dinterschule oder auf Förderschulen in der Umgebung. Die Szene mit Jonas hat noch vor den Ferien stattgefunden, denn in den Sommerferien sieht das Angebot anders auch. Die Öffnungszeiten haben sich etwas geändert, und es werden Ausflüge angeboten. „Das KJH Gnandorf ist meiner Erfahrung nach sehr wichtig für Borna. Wir leisten hier viel pädagogische Arbeit, fragen nach, wie es den Jugendlichen geht, machen Hausaufgaben mit ihnen oder zeigen, wie man sich ein Mail-Postfach am Computer einrichtet“, berichtet die Leipzigern Sandra Freitag, die im November 2011 die Leitung übernommen hat und vorher in einem Kinder- und Jugendtreff in Leipzig Grünau tätig war. Außerdem sei es oft schwierig, die Jugendlichen zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie einen Bezug zum Haus herstellen. „In der Vergangenheit hat es auch Zerstörung am Haus und im Hof gegeben. Das soll in Zukunft nicht mehr passieren“, hoffen Sandra Freitag und ihre Stellvertreterin Gabriele Haferkorn. Beide sind froh, dass über die Stadt Borna, der das Haus und das Gelände gehören, die Personalsituation mit Leitung und stellvertretender Leitung entsprechend geregelt ist. Auch mit ihrem Trägerverein, der Kindervereinigung Leipzig, sind sie zufrieden. Im April und Mai dieses Jahres war außerdem Peggy Eichhorn als Praktikantin eine helfende Hand für die beiden Frauen. „Alleine wäre das überhaupt nicht zu schaffen, weil dafür die Eltern unserer jungen Besucher noch viel zu wenig eingebunden sind“, so das Duo. Sich neue Angebote für das Kinder- und Jugendhaus einfallen zu lassen, setzt viel Ideenreichtum und Engagement voraus. Donnerstagnachmittag und Freitagabend findet beispielsweise immer die Koch-AG statt, auch jetzt in den Ferien. Die Zutaten dafür und die Rezepte müssen sich die Jugendlichen selbst suchen und erhalten von den Mitarbeiterinnen einen Geldvorschuss für den Einkauf. Gekocht wird gesund und abwechslungsreich. Seit April gibt es mittwochabends das Bewerbungstraining für Ausbildungs- und Jobsuche. Wenn abends geöffnet ist, kann das auch in den Ferien genutzt werden, erläutert Gabriele Haferkorn. Für die kommende Zeit hat das KJH- Team viele Vorhaben, für die sie sich über die Unterstützung von einigen ehrenamtlichen Mitarbeitern freuen würden. Vor allem im Bereich Gartenarbeit könnte das Haus Hilfe gebrauchen. Außerdem soll die Wand des Tischkickerraumes gestaltet werden, und Sandra Freitag, die im Juli geheiratet hat und deshalb vielleicht noch vielen als Sandra Jähnig geläufig ist, möchte den Jugendlichen gern eine Tageszeitung zum Lesen zur Verfügung stellen. Ein längerfristiger Wunsch der Mitarbeiter wäre eine Sanierung der Außenfassade des Hauses und eine Infowand im Eingangsbereich. Gabriele Haferkorn möchte unbedingt noch darauf hinweisen, dass das Kinder- und Jugendhaus seit 14 Tagen auch über einen Spieleanhänger mit Hüpfburg verfügt, der dank Sponsoren angeschafft werden konnte. Das Haus nutze ihn zu besonderen Anlässen, vor allem aber könne er auch ausgeliehen werden, so die Vizechefin.

Frank Prenzel/Sina Meißgeier

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