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Borna Viel Lob für ?wunderbare Station?
Region Borna Viel Lob für ?wunderbare Station?
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17:15 19.05.2015
Eine wunderbare Station: Familie Kinne und Siegfried Kosemund lassen sich von Nora Arndt vom Haus-N-Pflegedienstteam den kombinierten Küchen- und Aufenthaltsraum zeigen. Quelle: Roger Dietze

Nun konnte sich die Öffentlichkeit einen Eindruck von der 4,4-Millionen-Euro-Investition verschaffen - und weitere Angebote wahrnehmen.

Siegfried Kosemunds Urteil fiel eindeutig aus. "Das ist eine wunderbare Station geworden", sagte der Senior, nachdem er einen Blick in die neue Palliativstation geworfen hatte. "Zu meiner Zeit wurden die Wände einfach weiß gestrichen", erinnerte sich der Bornaer. Mit "meiner Zeit" meinte er die 50er Jahre, in denen er als Tischler am Bau des Klinikums mitwirkte. "Diese leuchtenden Farben, ein Aquarium und überhaupt eine Atmosphäre, die dem eines Hotels ähnelt, wären damals undenkbar gewesen, wenngleich nicht alles schlecht war", so Kosemund. Zur Bekräftigung der Worte verwies er auf die von ihm geschaffene Holztür am Eingang zur Poliklinik. "Die ist heute noch drin und funktioniert auch noch."

Wie der ehemalige Handwerker, zeigten sich auch andere Besucher des neuen Hauses N von dessen Einrichtung und Gestaltung positiv überrascht. "Ich finde es sehr gut gelungen, es ist kein Vergleich zu anderen Stationen", sagte Nicole Weiser, die sich in dem Klinikum derzeit zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ausbilden lässt.

Daran, dass sich die neue Station, in die in den nächsten Tagen die ersten Schmerzpatienten Einzug halten werden, so präsentiert, wie sie sich vorgestern den vielen Hundert Besuchern zeigte, hat das künftig hier diensthabende Personal eine gehörige Aktie. "Wir haben unsere Vorstellungen von der Größe der Bäder und Zimmer sowie Sonderwünsche etwa nach elektrischen Betten eingebracht, und unsere Wünsche sind nahezu ausnahmslos erfüllt worden", erklärte Nora Arndt vom Pflegedienstteam. Außer ihr gehören neun Schwestern sowie zwei Stationshelfer dazu.

Die neue Station war indes nicht die einzige Attraktion beim Tag der offenen Tür. Vielmehr reichte die Angebotspalette vom Helios-Truck mit einem bunten Bühnenprogramm über Angebote für Kinder bis hin zu solchen für die älteren Jahrgänge. So konnten diese ihr individuelles Herzinfarktrisiko bestimmen sowie ihre Wirbelsäule auf Kraft und Beweglichkeit hin messen lassen. Zudem wurden die Blutzucker-, Blutdruck- und Cholesterinwerte ermittelt, was auf besonders großes Interesse der Besucher stieß. Weil sich Diabetes zu einer Volkskrankheit entwickelt hat, wie Diabetesberaterin Susanne Reichenbach informierte. "Die Menschen ernähren sich falsch und bewegen sich zudem wenig", benannte sie die Gründe. "Und es sind nicht nur mehr die älteren Jahrgänge, sondern auch die mittleren und zunehmend sogar Kinder betroffen."

Steht die Heilung von Krankheiten im Mittelpunkt eines Krankenhauses, so ist doch gleichwohl der Tod ein ständiger Begleiter der hier arbeitenden Menschen. Weil für diese der Umgang mit sterbenden Patienten zu einer großen Belastung werden kann, hat sich vor gut eineinhalb Jahren am Helios-Klinikum ein Ethikforum konstituiert. Diesem gehören neben dem Chefarzt der Klinik für Neurologie, Alexander Reinshagen, und Juristen auch der ehemalige Mölbiser Pfarrer Karl-Heinz Dallmann an. "Bei Notfällen trifft sich das Team innerhalb von ein bis zwei Tagen und bespricht das weitere Vorgehen", sagte der Seelsorger über die Arbeitsweise.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Roger Dietze

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