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Borna Vier Bornaer Gymnasiasten gewinnen ersten Preis
Region Borna Vier Bornaer Gymnasiasten gewinnen ersten Preis
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09:11 11.06.2010
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Borna

Mit ihrer Projektarbeit nahmen sie am Schülerwettbewerb des Landtags zur Förderung der politischen Bildung teil und wurden prompt Erstpreisträger. Heute erhalten sie in Dresden ihre Auszeichnung - eine siebentägige Studienreise nach Hamburg und Kiel.

Die Projektarbeit ist seit Jahren Bestandteil des Fachs Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung und Wirtschaft (GRW), wie GRW-Lehrerin Christine Trendel erklärt. Dabei könnten sich die Schüler aus einem Themen-Pool bedienen. Das Einreichen der Arbeiten nach Dresden sei freiwillig. Der Schülerwettbewerb wurde im Schuljahr 1991/92 zum ersten Mal durchgeführt. Er erwies sich als ein wichtiger und guter Weg, junge Menschen an die Politik heranzuführen.

Bei Rahel Schruth aus Borna und dem Frohburger Jonas Marggraf war das kaum noch notwendig. Beide gehören neben den Bornaern Alexander Satzke und Madita Zetzsche zu den Preisträgern des Gymnasiums. Für die Broschüre "Herbst 89" interviewten Rahel und Jonas bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit Bornas Museumsmitarbeiterin Annett Börner Zeitzeugen. Dazu wurde auch eine Ausstellung auf die Beine gestellt. "Das war natürlich eine wichtige Grundlage für unsere Projektarbeit", sagt Jonas Marggraf. Für die schrieben sie zudem ein kleines Theaterstück, das das Leben einer Familie in der DDR in extremer Form widerspiegelt: Die Tochter durfte nicht auf die Erweiterte Oberschule, weil der Vater nicht systemtreu war. Zu allem Übel agierte die Mutter als Stasi-Spitzel und denunzierte ihren Mann. "Wir haben den Inhalt absichtlich zugespitzt, um in komprimierter Form zu zeigen, wie es hinter den Kulissen aussah", erklärt Jonas Marggraf. Für die Aufführung hatten sie sich "Klamotten" aus der damaligen Zeit organisiert, um authentisch zu wirken. "Allgemein wird ja ein Aufleben der Ostalgie-Welle" festgestellt", so Rahel Schruth. "Deshalb machten wir uns Gedanken, ob heute ein verklärtes Vergangenheitsbild 20 Jahre nach der Deutschen Einheit die Einschätzung der DDR prägt."

Sachsenweit hatten sich 77 Schüler mit diesem Thema auseinandergesetzt. Auch gingen sie der Frage nach, wie die Opfer des Stasi-Staates heute die Verklärung der damaligen Zeit sehen. "Wenn es bei uns wieder so viele Menschen gibt, die dem Regime nachtrauern, warum sind die Bürger damals auf die Straße gegangen?", fragten sich die Schüler. Diese mangelnde Logik sei schwer nachvollziehbar für junge Menschen.

Insgesamt nahmen 1452 Jugendliche am Wettbewerb teil. 24 Erstpreisträger mit zwölf Arbeiten hat er hervorgebracht, wobei sich auch sechs Mittelschüler durchsetzten.

Peter Krischunas

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