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Borna Vier Millionen durch Blitzer: Landratsamt nimmt 2015 weniger Geld ein als geplant
Region Borna Vier Millionen durch Blitzer: Landratsamt nimmt 2015 weniger Geld ein als geplant
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12:10 17.03.2016
Der Blitzer in Espenhain. Quelle: Foto: Andreas Döring
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Borna/Grimma

Das Landkreis Leipzig hat im vergangenen Jahr mehr als vier Millionen Euro an Einnahmen bei der Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen verbucht. Das geht aus einer Antwort der Kreisverwaltung auf eine LVZ-Anfrage hervor. Exakt waren es 4,06 Millionen Euro. Damit blieb die Summe unter dem Haushaltsansatz für 2015. Geplant war ursprünglich die Einnahme von 4,3 Millionen Euro, heißt es weiter.

Das Landratsamt betreibt im Landkreis Leipzig an vier Orten stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen, üblicherweise Blitzer beziehungsweise Starkästen genannt. Von denen waren die beiden Geräte an der Bundesstraße 95 in Espenhain die ergiebigsten. Hier klickten die Auslöser in den Kästen in beiden Fahrtrichtungen mehr als 51.000-mal. Das hängt sicherlich mit der vergleichsweise hohen Verkehrsdichte sowie der Tatsache zusammen, dass sich Kraftfahrer auf der zweispurigen Trasse auch innerorts noch wie auf einer Schnellstraße fühlen. Bei einem Großteil der geblitzten Verkehrsteilnehmer dürfte zudem eine alte Gewohnheit eine Rolle spielen. Schließlich waren in der Ortslage Espenhain bis vor zwei Jahren noch 60 Stundenkilometer erlaubt.

Auf dem zweiten Platz landete die Geschwindigkeitsmessanlage in Markranstädt (36 000 Verstöße). Immerhin 20.000-mal waren Kraftfahrer auf der Bundesstraße 6 am Ortsausgang Machern in beiden Richtungen zu schnell. „Nur“ 2500-mal blitzte es hingegen am Rande des Bennewitzer Ortsteils Deuben. Das ist vergleichsweise wenig, weil die Fahrzeuge dort im Bereich der sogenannten Teichkurven sogar von drei kurz aufeinanderfolgenden Geräten kontrolliert werden; wenn auch nicht ständig von allen gleichzeitig.

Dabei sind die vier stationären Blitzerstandorte nicht die einzigen Stellen im Landkreis, an denen Kraftfahrer damit rechnen müssen, im Falle einer zu hohen Geschwindigkeit zur Kasse gebeten zu werden. Sowohl die Polizei als auch das Landratsamt sind mit mobilen Anlagen unterwegs und registrierten dabei insgesamt fast 30.000 Verstöße.

Wie es aus der Verwaltung weiter dazu heißt, gibt es im gesamten Landkreis Leipzig 738 Stellen, an denen die Kontrolleure ihre Messgeräte aufstellen können. „Innerhalb eines Jahres wird versucht, sämtliche Standorte abzuarbeiten, um eine flächendeckende Verkehrsüberwachung gewährleisten zu können“, heißt es in der Information weiter. Darüber hinaus reagieren die Kontrolleure auch auf die Anforderungen von Bürgern und Kommunen.

Blitzer, mit denen Rotlichtverstöße registriert werden können, existieren im Landkreis Leipzig allerdings nicht. Dafür sei die Verkehrspolizei mit Videoaufnahme unterwegs, heißt es. Als Grund für das große Blitzgewitter an den Straßen im der Region gilt nach Angaben des Landratsamtes, dass die unangepasste Geschwindigkeit eine der Hauptursachen von Unfällen ist – neben zu geringem Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern sowie Vorfahrts- und Abbiegefehlern.

Von Nikos Natsidis

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