Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Vier Neuzugänge für Gatzener Feuerwehr – Michelwitzer mit Personalengpass
Region Borna Vier Neuzugänge für Gatzener Feuerwehr – Michelwitzer mit Personalengpass
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 29.03.2018
Für seine zehnjährige Zugehörigkeit zur Gatzener Feuerwehr wird Peter Rudolph (2. v. r.) von Bürgermeister Maik Kunze (v. l.), Wehrleiter Michel Schuck und Stadtwehrleiter Norbert Keil ausgezeichnet. Quelle: Olaf Becher
Groitzsch/Michelwitz

Für die freiwilligen Feuerwehren von Michelwitz und Gatzen ist es schon eine über 25-jährige Tradition, ihre Jahreshauptversammlungen gemeinsam auszurichten. Die Kameraden trafen sich wieder im Gasthof Michelwitz, um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken.

Michelwitzer Feuerwehr mit elf Einsätzen

Den Anfang machte Wehrleiter Frank Müller von den einheimischen Floriansjüngern. Er betonte die gute Zusammenarbeit beider Einsatzabteilungen. So seien sämtliche praktische Dienste zwischen Mai und September mit den Ortsnachbarn durchgeführt worden. Insgesamt kommen die Michelwitzer hier auf 490 Stunden Ausbildung auf Standortebene und nochmals 80 Stunden Ausbildung für den neuen Digitalfunk.

Zu Einsätzen wurde die Wehr 2017 elfmal gerufen. Das waren je drei technische Hilfeleistungen und Brände, zudem vier Sturmschäden und eine Übung. „Die Mitgliederzahl ist leider weiter rückläufig“, so Müller. Nach drei Abgängen besteht die Wehr noch aus elf Einsatzkräften und 14 Kameraden der Altersabteilung. Ein Umstand, der bereits zweimal dazu führte, dass die Wehr wegen Personalmangels nicht rechtzeitig ausrücken konnte.

Personalzuwachs in Gatzen

Etwas besser sieht es dagegen in Gatzen aus. Hier wurden im letzten Jahr gleich vier neue Kameraden gewonnen, von denen bereits drei die Grundausbildung erfolgreich abschlossen. Wie Feuerwehrchef Michel Schuck berichtete, besteht seine Truppe jetzt aus 25 Kameraden inklusive 15 Einsatzkräften.

Toni Köhler und Lukas Rausch (v. l.) sind zwei von vier Neuzugängen bei der Gatzener Wehr, die von Wehrleiter Michel Schuck und Bürgermeister Maik Kunze beglückwünscht werden. Quelle: Olaf Becher

Alarmiert wurde die Wehr achtmal. Darüber hinaus führte sie 26 Dienste durch, vier davon mit der Groitzscher Abteilung. Die etwas geringe Dienstbeteiligung von nur 52 Prozent ist dem Arbeitspensum der Kameraden geschuldet, erklärte Schuck. Dennoch absolvierten diese zusätzlich 350 Stunden Ausbildung auf Kreisebene und 40 Stunden an der Landesfeuerwehrschule. Neben der ehrenamtlichen Arbeit stand bei beiden Wehren auch die Geselligkeit im Mittelpunkt, wodurch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz kam.

Bürgermeister dankt allen Brandschützern

Bürgermeister Maik Kunze (CDU) dankte den Akteuren für ihre ehrenamtliche Arbeit und gab einen Überblick über die nächsten Investitionen für die Wehren. In der Diskussionsrunde standen Stadtwehrleiter Norbert Keil, der Groitzscher Wehrleiter Mario Zetzsche, Amtsleiterin Silke Große und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes David Zühlke Rede und Antwort.

Dabei ging es unter anderem um die Wartung der neuen Löschwasserbrunnen, zusätzliche Einsatzkleidung, die Auswertung von Einsätzen sowie die Lehrgangssituation an der Landesfeuerwehrschule. Hier sei der Bedarf immer noch viel größer, als freie Plätze zur Verfügung stehen. Ehrungen und Beförderungen rundeten den Abend ab.

Von Olaf Becher

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ihre Verbundenheit mit den verbliebenen Pödelwitzern haben Umweltorganisationen nahe des Tagebaurands gezeigt. Mit ihrer symbolischen Aktion „Rote Linie gegen Abbaggerung − kein weiteres Dorf!“ wiesen sie den Kohleförderer Mibrag darauf hin, dass der Groitzscher Ortsteil im Kampf um seinen Erhalt viele Freunde hat. Für den Sommer ist ein Klimacamp geplant.

26.03.2018

Beim Kartoffelfest geht es längst nicht mehr nur um die Knolle. Der gastgebende Landwirtschaftsbetrieb Kitzscher hat sich dazu andere Anbieter ins Haus geholt. Das kommt an.

29.03.2018

Die Diskussion um Erdstofftransporte für den Autobahnbau durch Rötha reißt nicht ab. Im Technischen Ausschuss wurden jetzt Befürchtungen wegen des Zustandes der Lessingstraße laut.

29.03.2018