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Borna Volksplatzverein muss 2015 Steuern zahlen
Region Borna Volksplatzverein muss 2015 Steuern zahlen
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13:50 19.05.2015

Weil das heraufziehende Interesse des Finanzamtes deutlich macht, dass der Verein nicht nur wirtschaftlich gesund ist. Vor allem, so Opelt nach jahrelangen Querelen mit der Stadt, braucht er keine Fördergelder mehr.

"Wir habe in diesem Jahr keinen Antrag gestellt", so Opelt weiter. Der Verein finanziere sich jetzt ausschließlich durch eigene Einnahmen, von einem gewissen Sponsoring, wofür etwa die Bornaer Wohnungsgenossenschaft (BWG) mit ihrer Jubiläumsveranstaltung im Juni gesorgt hat, einmal abgesehen. Aber die Bürokratie, die hinter jedem Fördermittelantrag steckte, habe in "keinem Verhältnis" zum Ertrag gestanden. Außerdem sei vieles, was einst als förderfähig galt, heute nicht mehr förderfähig. Etwa das Erntedankfest vom letzten Wochenende, eine Veranstaltung, bei der Bitten um finanzielle Unterstützung von der Stadt mit der Begründung abgelehnt worden seien, dass es sich dabei nicht um Brauchtum handle.

Zum verstärkten Streben nach finanzieller Unabhängigkeit habe aber auch der Umstand beigetragen, dass über die Fördermittelanträge des Volksplatzvereins bisweilen auch Leute mitzuentscheiden hatten, die von der Sache nicht wirklich Ahnung hatten. Das sei ebenfalls mit ausschlaggebend für das verstärkte Bemühen um wirtschaftliche Unabhängigkeit gewesen, so Opelt. Denn an sich habe der Verein nichts zu verbergen. Wenn er aber auch nur einen Cent aus einem Fördertopf haben wollte, müsste er alle seine Bücher öffnen - und erkläre, was eben nicht jeder verstehe.

Darüber sind die Verantwortlichen des Vereins, den es seit nunmehr zwei Jahrzehnten gibt, mittlerweile hinweg. "Es bleibt so viel hängen, dass wir uns selbst tragen." Wobei "wir natürlich immer auf die Noten achten", sagt der Vorsitzende und meint damit natürlich die Banknoten. Der Umsatz sei hoch, so dass eben ab nächstem Jahr auch Steuern gezahlt werden müssten. Und der Volksplatzverein leiste etwas, wovon auch für andere etwas hängen bleibe, etwa wenn jemand wie Hansi Hinterseer oder Matthias Reim auf dem Volksplatz gastiert. Opelt: "Da übernachten Leute, hier und davon profitieren Hotels."

Dennoch bleibe der Verein gemeinnützig, auch wenn er zu einem kleinen Wirtschaftsbetrieb geworden sei. Opelt. "Aber wir opfern auch sehr viel Freizeit."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2014
Nikos Natsidis

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