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Borna Volkssport der Superlative in Borna: 1,5 Tonnen Zwiebeln für den 30. Lauf
Region Borna Volkssport der Superlative in Borna: 1,5 Tonnen Zwiebeln für den 30. Lauf
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07:00 29.09.2016
1500 Kilo Zwiebeln für den größten Stundenlauf: Jan Hoppenstedt (2.v.l.), der Geschäftsführer der Städtischen Werke Borna, und die Mitstreiter vom VSV 77 Borna (v.li.) Jens und Günter Benndorf, Manfred Zachmann, Eberhard Mühmel und Eva Nagy haben sie am Mittwoch in Rötha abgeholt. Quelle: Andreas Döring
Borna

Er ist ein wahres Volkssportereignis, er hat ein festes Datum und er ist nahezu ein Selbstläufer: Der Bornaer Zwiebellauf, zu dem am Tag der Deutschen Einheit wieder Hunderte Läufer im Rudolf-Harbig-Stadion erwartet werden. Diesmal ist es die dreißigste Auflage, für die die Veranstalter von der Laufgruppe des Volkssportvereins VSV 77 Borna am Mittwoch die Zwiebeln von der Agrar GmbH Pötzschau in deren Zwiebelhallen in Rötha abholten. Bezahlt wird das runde Gemüse erneut von den Bornaer Stadtwerken.

Nur für die, die es noch nicht wissen: Beim Zwiebellauf spult man ab 10 Uhr maximal eine Stunde lang Runden im Stadion ab. Bei jedem Durchlauf kann man sich auf der Zielgeraden aus einer von mehreren großen Boxen eine Zwiebel nehmen. Nur eine je Runde. Wer beim Griff in die Zwiebelkiste schummelt, täuscht nur sich selbst, denn Sieger gibt es nicht. Gewinne aus der Tombola werden verlost, die Zahl der Runden spielt keine Rolle. Das ganze Vergnügen kostet nur einen einzigen Euro Startgeld und die Zahl der Teilnehmer kratzte in den vergangenen Jahren an der 2000er Marke.

Was Jens Benndorf vom VSV auf die Idee eines weiteren Superlatives für den Bornaer Zwiebellauf brachte: Der sei nämlich nicht nur der vermutlich größte Stundenlauf Deutschlands, sondern ziemlich sicher der Lauf mit der größten Läuferdichte. Soll heißen: Wenn beim Berlin-Marathon 80 000 Sportler auf die Strecke gehen, sind das rund 1,89 je Meter. Wenn sich in Borna 1700 Läufer auf der 400-Meter-Runde tummeln, sind das 4,25 pro Meter.

Ganz ernsthaft gibt es aber bei der diesjährigen Jubiläumsauflage ein paar Besonderheiten. Schon am 1. Oktober können zwischen 15 und 18 Uhr auf dem Marktplatz während des Stadtfestes T-Shirts, Tassen und Handtücher mit dem Zwiebellauf-Logo erworben werden. Außerdem ist dort auch schon eine Anmeldung möglich. Vorteil: Wer diese Gelegenheit nutzt, spart am 3. Oktober eine Menge Zeit. Was am Stadtfest-Stand nicht verkauft wird, kann direkt zum Zwiebellauf im Stadion erworben werden. Dort bietet die Leipziger Volkszeitung auch die Zwiebellauf-Sondermarken der LVZ-Post an.

Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) wird nicht nur den Startschuss geben, sie kann diesmal auch bis zum Zieleinlauf bleiben, weil ihr in diesem Jahr nicht der traditionelle Fassbieranstich auf dem Marktplatz in die terminliche Quere kommt, der schon am Sonnabend stattfindet.

Neu ist auch, dass zum 30. ein professioneller Stadionsprecher aus der Läuferszene engagiert wurde. Außerdem steht für Kinder, die gerade nicht laufen wollen, eine Hüpfburg bereit. Natürlich fehlt auch 2016 die große Zwiebel aus Kunststoff neben der Zielgeraden nicht. Dank eines Sponsors konnte die saniert werden, wäre sie doch vor einem Jahr beinahe auseinander gefallen, wie sich Jens Benndorf erinnert. Echte Zwiebeln stehen in diesem Jahr sage und schreibe anderthalb Tonnen zur Verfügung und damit 100 Kilogramm mehr als in den vergangenen Jahren.

Der VSV hat noch einen wichtigen Rat für alle Teilnehmer und Besucher, die mit dem Auto zum Stadion kommen: Die sollten nur an erlaubten Stellen parken. Der Ordnungsdienst der Stadtverwaltung, der im vergangenen Jahr reichlich Strafzettel an Falschparker rund ums Stadion verteilte, habe nämlich angekündigt, auch in diesem Jahr wieder zu kontrollieren. Der Verein will versuchen, mit einigen Helfern Autofahrer auf legale Parkmöglichkeiten hinzuweisen, von denen es in vertretbarer Entfernung zum Stadion einige gibt.

Von André Neumann

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