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Borna Vom Fernverkehr abgekoppelt
Region Borna Vom Fernverkehr abgekoppelt
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16:25 19.05.2015
Ein Fernzug wird wohl auch künftig nicht in Borna halten. Quelle: Thomas Kube

Am gleichen Tag hinterfragte Landrat Gerhard Gey (CDU) das Vorhaben und war dazu mit seinem Beigeordneten Thomas Voigt im Wirtschaftsministerium. Hintergrund: Gey, auch Vorsitzender des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), macht sich für eine leistungsfähige Bahnstrecke zwischen beiden Großstädten über Borna stark. Diese Strecke ist bereits bis Geithain elektrifiziert.

Wie der Landrat gestern erläuterte, seien die Zusammenhänge nicht einfach. Der Freistaat wolle die Bedingungen für einen schnellen Fernverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz schaffen. Die Entscheidung, ob die Züge dann einmal über Bad Lausick oder über Borna rollen, sei noch nicht gefallen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit aber würden die Fernverkehrszüge weder in der Kur- noch in der Kreisstadt halten, weil sich die Fahrtzeit sonst um sieben Minuten verlängern würde. Auch Geithain wäre wohl vom Fernverkehr abgekoppelt.

Laut Gey sollen jetzt attraktive Bedingungen geschaffen werden, dass sich nach einer Ausschreibung ein Unternehmen für die schnelle Verbindung zwischen Leipzig und Chemnitz findet. Im Fernverkehr müssten die Zugunternehmen eigenwirtschaftlich zurechtkommen, erklärte er. Der ZVNL habe hier keinen Einfluss.

Anders im Nahverkehr, der mit öffentlichem Geld subventioniert und vom ZVNL gesteuert wird. "Wir wollen den Nahverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz optimieren", sagte Gey. Wenn im Dezember der City-Tunnel ans Netz gehe, sei Borna sehr gut angebunden. Von der Kreisstadt fahren die S-Bahnen dann im Halbstundentakt, die Fahrtzeit bis zum Hauptbahnhof beträgt zwischen 35 und 38 Minuten. Wenn sich der Bedarf entwickelt, so Gey, könne ergänzend ein Regionalverkehr organisiert werden, der dann eine noch schnellere Verbindung von Borna nach Leipzig und Chemnitz ermöglicht. Der Unterschied wäre dann nicht groß.

Die Elektrifizierung der Bad Lausicker Route erfolgt mit der Maßgabe, dass dort einmal Fernzüge rollen, zumal die Strecke über Borna länger ist. Sie ist laut Gey aber auch ein Pfund für den Nahverkehr. Damit könne die Kurstadt perspektivisch ans S-Bahn-Netz angebunden werden. Allerdings rechnen die Dresdner Planer nicht vor dem Jahr 2020 mit der Fertigstellung des Streckenausbaus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2013

Prenzel, Frank

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