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Borna Von Borna nach Madrid
Region Borna Von Borna nach Madrid
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04:00 11.08.2011
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. Sechs junge Katholiken aus Borna sind bei der Reise dabei. Sie haben zahlreiche Gründe, an dieser internationalen Veranstaltung teilzunehmen und fahren auch mit einigen Erwartungen im Gepäck auf die iberische Halbinsel.

Auf dem Grundstück der katholischen Pfarrei St. Joseph in der Stauffenbergstraße stehen Holzbänke im Halbkreis. Kevin, Pascal, Mirijam, Sarah, Judith und Rahel haben dort Platz genommen und sprechen über den Weltjugendtag, bei dem rund 450 000 Teilnehmer zwischen 16 und 30 Jahren erwartet werden. Die Schüler und Studenten der Bornaer Gemeinde werden mitten unter ihnen sein. „Ich fahre dorthin, weil es uns darum geht, unseren Glauben aktiv zu leben", sagt Rahel Schruth. Denn für die 17-Jährige heißt Christsein nicht einfach nur, irgendwann einmal getauft worden zu sein. Wenn Sarah Kokot von Spanien spricht, denkt sie an die neuen Impulse für ihren Glauben, „aber vor allem an zahlreiche Begegnungen mit anderen jungen Christen". Lehramtsstudent Pascal Kühne teilt diese Ansicht. „Wir wollen sehen, dass wir mit unserem Glauben nicht alleine dastehen." Für die Sachsen könnte die Zeit in Madrid deshalb ein wichtiges Erlebnis werden. Im katholisch geprägten Spanien wird es in den nächsten beiden Wochen vor katholischen Gästen aus zahlreichen Ländern nur so wimmeln. Für Kevin Szech, der nicht getauft ist, geht es darum, „den Glauben besser kennenzulernen und Begegnung mit dem Papst zu haben."

Madrid soll für die Jugendlichen ein Meilenstein ihres aktiven Glaubenslebens sein. „Wir sind keine U-Boot-Christen, die nur hin und wieder mal auftauchen", sagt Rahel Schruth selbstbewusst. Der sonntägliche Besuch der Kirche und die Teilnahme an Thementagen oder anderen Freizeitaktivitäten für Jugendliche, ist für sie Teil des Lebens. Auch die Vorbereitung auf den Weltjugendtag gehörte mit dazu. „Wir haben einige Vorbereitungstreffen besucht", sagt Pascal Kühne. „Da gab es allgemeine Informationen zum Ablauf, aber auch spezielle Vorbereitungen", so der 23-Jährige. „Wir haben Lieder eingeübt und Informationen über unser Bistum zusammengestellt, die wir dann an die Jugendlichen in Spanien weitergeben wollen", ergänzt Schruth. Auch die Reisekosten mussten aufgebracht werden. Rund 500 Euro fallen pro Teilnehmer an. „Und natürlich Ideen für Gastgeschenke sammeln. Wir haben schon überlegt ein Stück Berliner Mauer mitzunehmen", sagt Studentin Sarah Kokot.

Wenn die Bornaer die mehr als 30 Stunden Busfahrt hinter sich gebracht haben, erwarten sie zunächst die „Tage der Begegnung." Heute bis Montag soll dabei auf den eigentlichen Jugendtag eingestimmt werden. „Da wird es ein buntes Programm geben: Gebete, Workshops, Konzerte, aber auch einen sozialen Tag, an dem wir alle gemeinsam arbeiten", erklärt Rahel Schruth.

Montag startet dann der eigentliche Weltjugendtag. Zunächst werden T-Shirts, Hüte und Pilgerrucksäcke an die Teilnehmer verteilt. Ein Kreuzweg durch Madrid oder die Vigil, eine Nachtwache mit dem Papst, zählen zu den Programmpunkten, an denen auch die Bornaer teilnehmen wollen. „Und natürlich der Abschlussgottesdienst mit dem Papst, bei dem rund eine Million Teilnehmer erwartet werden", sagt Pascal Kühne.

Marco Irrgang

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