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Von Kirchenbrand bis Verkehrsunfall: 40-mal Alarm für Pegaus Feuerwehrleute

Feuerwehr Von Kirchenbrand bis Verkehrsunfall: 40-mal Alarm für Pegaus Feuerwehrleute

40 absolvierte Einsätze, 42 Einsatzkräfte, 1170 Arbeitsstunden: So liest sich die Statistik der Freiwilligen Feuerwehr Pegau 2015, die während der Jahreshauptversammlung vorgestellt worden ist. Das vergangene Jahr hatte für die Kameraden gleich mit einem Großbrand begonnen. Im Zwenkauer Ortsteil Tellschütz war in der Kirche ein Feuer ausgebrochen.

Ortswehrleiter Marco Becher (li.) ist zum Hauptbrandmeister befördern worden.

Quelle: privat

Pegau. 40 absolvierte Einsätze, 42 Einsatzkräfte, 1170 Arbeitsstunden: So liest sich die Statistik der Freiwilligen Feuerwehr Pegau 2015, die während der Jahreshauptversammlung vorgestellt worden ist. Und das vergangene Jahr hatte für die Kameraden gleich mit einem Großbrand begonnen. Im Zwenkauer Ortsteil Tellschütz war in der Kirche ein Brand ausgebrochen. Trotz der schnellen Reaktion und der vielen Kameraden vor Ort war das Gotteshaus jedoch nicht mehr zu retten.

Vor einer großen Herausforderung standen die Feuerwehrleute im August, als im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße Feuer ausbrach. „Nicht nur die Wärme in den Brandobjekten machte uns zu schaffen, auch die Außentemperaturen brachten uns an unsere Belastungsgrenzen“, erklärte Wehrleiter Marco Becher in seinem Rechenschaftsbericht. Allein in der Bahnhofstraße waren 34 Kameraden der Feuerwehren Pegau, Kitzen, Schkorlopp, Werben, Wiederau und Groitzsch stundenlang vor Ort, um das Feuer zu löschen und Glutnester aufzuspüren.

Weitere Einsätze für die Kameraden waren unter anderem ein Verkehrsunfall im März, bei dem zwei Insassen aus einem Kleinwagen mit schwerem Gerät befreit werden mussten, und die Reanimation einer Frau, die im Oktober nach einem Wohnungsbrand zusammen gebrochen war. Insgesamt kamen alleine für die 40 Einsätze – zwei weniger als 2014 – 1170 Arbeitsstunden zusammen.

Was Becher besonders hervorhob, war die Tatsache, dass im vergangenen Jahr kein Mitglied die 42 Mann starke Einsatzabteilung verlassen hat. Zudem kann sich die Pegauer Wehr mehr als glücklich schätzen, 23 ausgebildete Atemschutzgeräteträger zu haben. Im benachbarten Groitzsch sieht allein diese Situation vollkommen anders aus. Weil die dortige Feuerwehr tagsüber kaum auf Atemschutzgeräteträger zurückgreifen kann, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Stadt Pegau eine Löschhilfevereinbarung auf den Weg gebracht. Sie sieht nicht nur den Austausch der speziell ausgebildeten Kameraden vor, sondern auch eine gleichzeitige Alarmierung beider Wehren im Einsatzfall (die LVZ berichtete).

Bewährt habe sich laut Becher wieder einmal die Nachwuchsarbeit. Zwei junge Leute aus der Jugendwehr konnten in die Einsatzabteilung übernommen werden. Änderungen hingegen gab es bei der Technik. So wurde ein neuer Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt, zu den Anschaffungen gehörte unter anderem ein Türöffnungsset, Handscheinwerfer, Übungspuppen, zehn neue Pager sowie Einsatzbekleidung. „Insgesamt wurden rund 28 000 Euro in Ausrüstung und Bekleidung investiert. Davon waren rund 21 000 Euro Fördermittel, die Stadt Pegau musste 7000 Euro Eigenmittel bereitstellen“, erklärte der Wehrleiter und dankte der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Wie der Wehrleiter weiterhin deutlich machte, sei im Jahr 2015 wieder viel Freizeit in die Ausbildung und die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr Pegau investiert worden. 1628 Stunden an Ausbildung seien zusammengekommen. Dazu gehörten unter anderem zehn theoretische Schulungen und 16 praktische Übungen. Zusätzliche 330 Stunden ergaben sich durch Lehrgänge und Seminare an der Landesfeuerwehrschule und auf Kreisebene.

Gesellschaftliche Aufgaben schrieb die Pegauer Wehr ebenfalls groß. Sie unterstützte die Karnevalseröffnung mit der Feldküche, den Karnevalsumzug, den Martinsumzug und organisierte das Weihnachtsbaumbrennen in Pegau.

Auszeichnungen waren zur Jahreshauptversammlung neben den Rechenschaftsberichten ein weiterer Tagesordnungspunkt. So wurde Günter Bartke zum 50-jährigen Jubiläum in der Feuerwehr gratuliert, Winfried Löbner und Lothar Morgenthal blicken gar schon auf 60 Jahre Dienst zurück. Stefanie, Heber aus dem Spielmannszug wurde von der Feuerwehrmusiker-Anwärterin zur Feuerwehrmusikerin befördert.

Von Julia Tonne

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