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Borna Von Radkursen bis Paddler-Paradies: Grüner Ring will Wege ebnen
Region Borna Von Radkursen bis Paddler-Paradies: Grüner Ring will Wege ebnen
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09:04 03.05.2018
Auf der Weißen Elster zwischen Pegau und Leipzig sollen sich die Bedingungen für Paddler weiter verbessern. Quelle: LTM
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Landkreis Leipzig

Seit 1996 versteht sich der Grüne Ring als kommunaler Kümmerer. Ob Landschaftspflege, Gewässerentwicklung oder Tourismus – die Mitgliedskommunen stimmen sich über gemeinsame Projekte ab und treiben Themen voran. „Auf der jüngsten Haushaltskonferenz in Böhlen wurden die diesjährigen Aktivitäten beschlossen“, informiert Heike König, Geschäftsstellenleiterin des Grünen Ringes mit Sitz in Borsdorf. Dabei geht es um größere und kleinere Vorhaben, die in der Stadt Leipzig und den beiden angrenzenden Landkreisen umgesetzt werden sollen.

„Einem Projekt, das schon seit Ewigkeiten in Radkarten vermerkt ist, wollen wir gemeinsam mit der Stadt Böhlen zum Durchbruch verhelfen“, so Heike König. Dabei geht es um einen Radweg, der die Städte Böhlen und Zwenkau verbindet. Der Grüne Ring bewilligte Geld für eine Machbarkeitsstudie, die Trassierungsvorschläge und Kostenschätzung liefert. Die Untersuchung soll klären, welche Route über die Böhlener Kippe sinnvoll wäre. „Der Radweg würde Böhlen an den neu entstandenen Zwenkauer See anbinden“, erläutert Heike König. „Zugleich kämen die Zwenkauer zum Beispiel in den Genuss eines S-Bahn-Anschlusses, der in Böhlen vorhanden ist.“ Das Vorhaben, hebt König hervor, hätte damit sowohl für den Alltags- als auch den touristischen Verkehr Bedeutung. Die Stadtoberhäupter von Böhlen, Dietmar Berndt, und Zwenkau, Holger Schulz, seien die favorisierten Strecken bereits abgefahren, berichtet König. „Insgesamt soll der Weg drei Kilometer lang werden und würde ganz nebenbei auch die Linienführung des Äußeren Grünes Ringes verbessern. Die Strecke verläuft derzeit noch über Lippendorf – dieser Umweg könnte dann wegfallen.“

Paddelkurs auf Weißer Elster soll attraktiver werden

Ein weiteres Projekt, das dem Grünen Ring am Herzen liegt, ist der Paddlerkurs 1a auf der Weißen Elster. „Auch dieses Projekt treiben wir zusammen mit einer Mitgliedskommune, in diesem Fall der Stadt Pegau, voran“, erläutert die Geschäftsstellenleiterin. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr zwei Projekte dank Kofinanzierung umsetzen können“, bestätigt Pegaus Stadtchef Frank Rösel. So werden die Schautafeln am Schützen- sowie Kirchplatz erneuert. Mit Blick auf eine geplante Einsatzstelle für Kanus im Ortsteil Wiederau soll außerdem ein Rastplatz mit Sitzbank entstehen. Am Pegauer Schützenplatz können Wasserwanderer bereits an einer gut ausgebauten Einstiegsstelle ihre Boote zu Wasser lassen. „Der Kanuverleih läuft bereits sehr gut“, bilanziert Rösel. Künftig soll die Wasserwanderer dann auch in Wiederau ein Zwischenstopp erwarten – mit Blick auf das herrliche Barockschloss. Auch wenn die Einstiegsstelle noch nicht finanziert ist, macht es für Rösel Sinn, bereits einen Rastplatz anzulegen. „Schließlich verläuft parallel zum Fluss auch der Elsterradweg, der gut frequentiert ist.“

Neue Schautafeln in Mitgliedskommunen

Ebenfalls auf der Agenda steht die Errichtung neuer Schautafeln in den Mitgliedskommunen, kündigt Heike König an. „Diese sind in Belgershain, Böhlen, Taucha, Rackwitz sowie in Leipzig am Hauptbahnhof sowie am Leuschner-Platz geplant.“ Die Beschilderung wird zudem am Äußeren und Inneren Grünen Ring sowie auch zu Wasser auf den Paddel-Kursen 1, 2 und 7 im Leipziger Neusseenland ausgetauscht. Auch hier sei die Geschäftsstelle als Koordinator gefragt.

Rötha tritt dem Grünen Ring bei

Fortgesetzt wird schließlich das Projekt „Klimaschutz im Radverkehr“, an dem mehrere Kommunen beteiligt sind. Das Verbundvorhaben wird mit 320 000 Euro vom Bund gefördert und läuft 2018 aus. Im Rahmen der Maßnahme entstehen insgesamt zwölf E-Bike-Ladestationen in Böhlen, Brandis, Großpösna, Markranstädt, Pegau, Rackwitz und Zwenkau sowie Radstellplätze am Schladitzer See, in Böhlen sowie Großpösna.

Und schließlich kann sich der Grüne Ring auch über Zuwachs freuen. Erst vor wenigen Tagen trat die Stadt Rötha dem Zusammenschluss bei, so dass jetzt 14 Kommunen gemeinsame Sache machen.

Von Simone Prenzel

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