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Vor der Knastrevue viele Klippen umschifft

Vor der Knastrevue viele Klippen umschifft

La-Ola-Wellen, begeisterte Pfiffe, Zugabe-Rufe und lautstarker Applaus: Die Premiere der Knastrevue in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen (JSA) löste am Freitagabend im Publikum Begeisterung und viel Anerkennung aus.

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David Bytomski und Anton Henker (v.l.) begeistern in der ersten Reihe der Knastband. Rechts Bandleader Volker Krause.

Quelle: Gislinde Redepenning

Regis-Breitingen. Nach der zweiten Vorstellung am Sonnabend wird sie morgen noch einmal im ausverkauften Saal aufgeführt.

Der Weg von der Idee über die Umsetzung bis hin zum verdienten Beifall für alle Akteure war lang. Amy Katharina Martin hatte vor Monaten im Musical "Hexenhaus" an ihrer Geithainer Schule mitgespielt, dessen künstlerische Leitung in den Händen von Musicaldarstellerin und Theaterpädagogin Kristin Nicolai lag. Mutter Maike Martin, Lehrerin an der Anstaltsschule, war vom Konzept und der Professionalität so begeistert, dass sie das Projekt an die JSA holte. "Anfangs wussten wir noch nicht, in welche Richtung es gehen soll", blickte sie zurück. "Ein Musical ohne Mädels konnte es nicht werden, so wurde die Knastrevue entwickelt, mit vielen Anregungen der Jugendlichen selbst." Anfangs sei es sehr schwierig gewesen, die jungen Strafgefangenen zu motivieren und bei der Stange zu halten. "Doch im Laufe der Zeit ist eine tolle Teamfähigkeit gewachsen. So manches Mal waren die Gespräche miteinander wichtiger als das Üben."

Dank der Hilfe ihrer Kollegin Gundula Wricke wurden organisatorische und bürokratische Klippen umschifft sowie zahllose Mails geschrieben. Kristin Nicolai konnte Kostüme und Requisiten nicht so einfach zu den Proben mitbringen. "Es war schon bei den Jogginghosen schwer, sie in den Knast zu bekommen, ganz zu schweigen von den Sturmhauben für unsere Tänze", lächelte sie. Auch coole Jungs zum Tanzen zu überreden, war nicht leicht. Mit der Unterstützung von Trapezkünstler Holger Jung, der die beeindruckenden akrobatischen Elemente einbrachte, ist das dann gelungen.

Show hinter Gittern: Abwechslungs- und kontrastreich präsentierte sich das Programm, rasante Aktionen und einfühlsame Töne wechselten ab. Spaß, Spielfreude und Konzentration spiegelten sich in den Gesichtern der Akteure wider. Filmszenen zeigten den Knastalltag, den Weg hinter die Tristesse der Gitterstäbe, Überfälle, Waffen und Drogen tauchten darin auf, zogen sich wie ein roter Faden durch das Geschehen. Medienpädagoge Jörg Kratzsch verantwortete die Videoprojektionen. Gedichte von Rilke wurden rezitiert. Gesang von mitreißenden Rocksongs der Knastband, ungewöhnliche Tanzeinlagen von Stomp und Hip Hop bis hin zur urkomischen Ballet-Persiflage im Tutu mit Hebe- und Wurffiguren, die für pure Gaudi im Publikum und bei den Mitspielern sorgte.

David Bytomski und Anton Henker gehörten zu den Mitspielern, die in mehreren Rollen auftauchten. Sie begeisterten in der ersten Reihe der Knastband und sangen nicht nur "Knockin' on Heaven's Door" so eindringlich, als hätten sie nie etwas anderes getan. Vergessen waren alle anfänglichen Sprachschwierigkeiten mit dem Englischen. Thomas Jahn legte ein Gitarrensolo vom Feinsten hin.

Holger Jung, der selbst das Projekt "Akrobatik hinter Gittern" betreut hatte, war tief beeindruckt und kommentierte: "Ich würde euch buchen, wenn ich könnte!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2013

Redepenning, Gislinde

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