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Borna Vor der Rassekaninchenschau in Groitzsch: Preisrichter im Akkord
Region Borna Vor der Rassekaninchenschau in Groitzsch: Preisrichter im Akkord
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19:30 11.01.2018
Preisrichter Werner Räßler (v. l.) vergibt für das Castor-Rex-Kaninchen 96,5 Punkte, Prädikat „hervorragend. Der Groitzscher Züchter Max Böhme ist mit dem „sehr gut“ für seinen Klein-Rex Dalmatiner zufrieden (95,5 Punkte). Quelle: Andreas Döring
Groitzsch

Sie hatte schon etwas von Akkordarbeit, die Bewertung der Tiere vor der Ausstellung des Rassekaninchenzüchtervereins S 192 Groitzsch. Immerhin 419 Exemplare mussten sich die sieben Preisrichter am Donnerstag ganz genau anschauen. Am Wochenende öffnen die Gastgeber ihr Vereinshaus am Schützenplatz für Besucher. Die können sich dann von den Zuchterfolgen der etwa 80 Teilnehmer in der allgemeinen Schau, der Kreis-Rammler-Schau sowie in den Abteilungen des Chinchilla-Clubs Sachsen und des Widderclubs, Sektion Leipzig, überzeugen.

Routiniert fuhr Werner Räßler dem Seperator-Kaninchen über das sandbraune Fell. „Gegen den Strich, damit ich sehe, wie die Deck- und Grannenhaare zurücklaufen“, sagte der erfahrene Preisrichter. Sie sollten langsam in die Normallage zurückgehen, fügte der 59-Jährige hinzu, der auch Zuchtwart in seinem Heimatverein Deutzen und im Kreisverband Borna-Geithain ist. „Das Gewicht ist mit 3,4 Kilogramm ideal, weil es genau in der Mitte der vorgeschriebenen Spanne liegt.“ Kontrolliert werden zudem der Körperbau, der Stand des Tieres (wie es „sitzt“), die Geschlechtsteile und, „ob die Blume, der Schwanz, korrekt gehalten wird“. Mit den Ohren, die wie die Kopfform zu den besonderen Kriterien beim Seperator gehören, war Räßler nicht ganz zufrieden: „Die könnten etwas breiter getragen werden.“ Insgesamt aber verpasste er dem Tier 96,5 von 100 Punkten und damit das Prädikat „hervorragend“.

Wer sich darüber freuen kann, wusste der Experte nicht. „Die Namen des Züchters kennen die Preisrichter nicht, damit es neutral zugeht“, erklärte Ausstellungsleiter Frank Böhme. Inzwischen hatte Räßlers Helfer schon das nächste Exemplar auf die Waage gehoben. Aufgrund des weicheren Fells, das laut „Zuchtbibel“ nicht so erwünscht ist, und der dünneren Ohren schnitt dieser Seperator ein wenig schwächer ab. Und weiter ging’s... Rund 60 Tiere hatten Räßler und jeder seiner Kollegen am Donnerstag zu begutachten.

Am Nebentisch sorgte Max Böhme für den Nachschub. Dabei hatte der 30-Jährige gerade die Bewertung eines eigenen Tiers miterlebt. „Der Klein-Rex Dalmatiner hat 95,5 Punkte, also ein ,sehr gut‘, bekommen, wie auf der Bundesschau in Leipzig“, freute sich der Groitzscher mit Vater Frank. Der 55-Jährige erläuterte, dass diese aus den USA stammende Rasse in Deutschland erst vor wenigen Monaten offiziell anerkannt worden war. Da sei das Ergebnis des Sohnes richtig prima. Der Estrichbauer züchtet auch Zwergwidder siam-gelb und marder-braun sowie Deutsche Widder blau-weiß und mandel-gescheckt. Etwa 60 Tiere sind es derzeit; wenn dann der Nachwuchs kommt, können es auch mal 150 sein. In der Schau zeigt Max Böhme 24 Exemplare.

Seine Familie konnte jubeln, als am frühen Nachmittag alle Bewertungen feststanden. Opa Lothar Böhme hatte die beste Sammlung (vier Tiere) im Verein. Seine Kleinsilber schwarz holten 387 Punkte (Durchschnitt 96,75). Dafür gibt es ebenso einen Landesverbandsehrenpreis wie bei der Kreis-Rammler-Schau für den Kleinsilber gelb des Groitzschers Andreas Harlaß, dessen 97,5 Punkte das höchste Prädikat „vorzüglich“ einbrachten. Als punktgleicher Zweiter erhält Michael Dathe (Frankenhain) hier für seinen Grauen Wiener wildfarben einen Kreisverbandsehrenpreis.

Rassekaninchenausstellung, Schützenplatz Groitzsch, Sonnabend, 9 bis 17 Uhr, Sonntag, 9 bis 15 Uhr.

Von Olaf Krenz

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