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Borna Vorgriff auf Etat: Vier Bauprojekte in Pegau
Region Borna Vorgriff auf Etat: Vier Bauprojekte in Pegau
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00:22 11.02.2018
Blick aufs Pegauer Rathaus. Der Stadtrat hat jetzt vier Bauprojekte auf den Weg gebracht. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau

Mit Finanzierungsbeschlüssen hat der Pegauer Stadtrat am Donnerstagabend vier Bauprojekte auf den Weg gebracht. Es geht dabei um ein Investitionsvolumen von fast 2,3 Millionen Euro für den Bau der Kindertagesstätte „Regenbogen“, eine neue Beleuchtung der Sporthalle „Filze“, den Kanal- und Straßenbau im Ortsteil Kleinschkorlopp sowie einen Radweg in Richtung Ortsteil Großstorkwitz. Die Entscheidungen sind als Vorgriff auf den Haushaltplan 2018 erforderlich, damit die Stadt Fördermittel beantragen kann, die immerhin 88 Prozent der Kosten abdecken sollen.

Der größte Brocken im Quartett ist die neue Kindereinrichtung im Vorwerk. „Wir haben ganz viele Kinder in der Stadt“, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos). „Das habe ich gerade wieder beim Kinderfasching gesehen. Da waren nicht nur viele junge Frauen mit Steppkes, sondern auch Schwangere.“ Allein im Vorjahr wurden 61 Geburten und zwei Zuzüge im jüngsten Alter für die Stadt gezählt, so Rösel. Die Kapazität fürs „Regenbogen“-Haus wurde schon auf 16 Krippen- und 32 Kindergartenplätze erhöht (zuvor 10/20). „Die Betriebshalle, die abgerissen werden muss, ist fast weg. Die Fläche wird in 14 Tagen beräumt sein“, sagte der Bürgermeister. Der Bau soll in diesem Jahr beginnen und 2019 beendet werden. Das Vorhaben ist mit knapp 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Die Zuschüsse von nahezu 1,5 Millionen Euro sollen zum Großteil aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, aber auch aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ kommen. Der Eigenanteil der Kommune beläuft sich auf nur 87 500 Euro (etwa vier Prozent).

Weitaus ungünstiger ist das Verhältnis bei der Sanierung der Sporthallenbeleuchtung. Bei erwarteten Kosten von 155 400 Euro wird die Stadt wohl knapp 60 Prozent tragen müssen. Der Rest soll aus dem Programm Schulische Infrastruktur kommen – weil die „Filze“ für den Unterricht in Grund- und Oberschule genutzt wird. „Wir wollen zum einen die Beleuchtung komplett auf LED umstellen. In der Halle wird ja viel Licht benötigt“, erklärte Bauamtsleiter Gunther Grothe. „Damit erhoffen wir uns eine jährliche Stromeinsparung von einigen Tausend Euro.“ Außerdem sei ein Teil der Notstrombeleuchtung zu erneuern, obwohl die Sporthalle erst vor gut 13 Jahren eröffnet worden war. „Einiges ist kaputtgegangen, anderes musste mangels Wartung außer Betrieb genommen werden. Wir waren mit der Firma nicht zufrieden.“

In Kleinschkorlopp wird ein Projekt vom Vorjahr fortgesetzt. Nach dem Schmutzwasserkanal soll im Kirchweg nun der Regenwasserkanal in den Boden kommen. Und dann wird die Fahrbahn neu aufgebaut, da an der bisherigen, stark in Mitleidenschaft gezogenen nur das Nötigste gemacht worden war, sagte Grothe. 334 000 Euro sind hier angegeben. Bürgermeister Rösel freut sich, dass damit auch das künftige Wohngebiet erschlossen wird.

Reichlich 800 Meter Radweg sollen schließlich nördlich des Gewerbegebiets Carsdorfer Höhe bis zum Bahnübergang Großstorkwitz entstehen. Erst geht es entlang der Staatsstraße 68, dann wird links zur Bahntrasse geschwenkt. 90 Prozent der Kosten von 190 000 Euro soll Sachsen über seine Richtlinie Kommunaler Straßenbau besteuern. Bauamtsleiter Grothe hofft auf Ausschreibungen im Sommer, damit der Radweg im Herbst fertig ist.

Von Olaf Krenz

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