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Borna Vorstoß für neue Straße zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf
Region Borna Vorstoß für neue Straße zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf
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17:39 19.09.2016
Die Parkarena in Neukieritzsch. Quelle: Jens Paul Taubert
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Neukieritzsch

Der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) möchte mit öffentlichen Geldern eine Verbindungsstraße von Kahnsdorf nach Neukieritzsch bauen lassen. Dabei beruft er sich auf Festlegungen aus dem Braunkohleplan für den Tagebau Witznitz II. Dort ist festgelegt, dass nach Beendigung des Braunkohleabbaus eine West-Ost-Verbindung zwischen der Bundesstraße 176 in Neukieritzsch über Kahnsdorf und Großzössen bis zur Bundesstraße 95 bei Eula wiederherzustellen ist.

Um seine Vorstellungen zu erläutern, hat Hellriegel für Mittwoch Vertreter mehrerer Behörden zum Gespräch eingeladen.

Derzeit nur hölzerne Fußgängerbrücke

Nach seinen Vorstellungen sollen das Landratsamt, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, der Regionale Planungsverband, die Landesdirektion, das Kommunale Forum, die Stadt Borna und als wichtigster Geldgeber die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) mit am Tisch sitzen.

Während zwischen Großzössen und Eula eine Straßenverbindung besteht, ist die Verbindung in Richtung Westen nur über eine fast 15 Jahre alte hölzerne Fußgängerbrücke vorhanden. Kahnsdorf und Neukieritzsch liegen gerade mal reichlich zwei Kilometer voneinander entfernt rechts und links der Pleiße. Mit dem Auto muss man fast 7,5 Kilometer über Lobstädt fahren. Früher führten von Kahnsdorf Straßen in mehrere Richtungen zu etlichen Orten, von denen viele heute nicht mehr existieren. Im Ergebnis des Bergbaus und wegen unzureichender Ersatzneubauten sieht Hellriegel heute ein Straßennetz, das kaum kurze Wege gewährleistet und bei Sperrungen zu langen Umwegen führt.

Braunkohleplan könnte Lösung sein

Die fehlende Straßenverbindung zwischen Kahnsdorf und dem Hauptort der Gemeinde sticht dabei besonders heraus. Wie lange die Holzbrücke Fußgängern und Radfahrern noch einen vergleichsweise kurzen Weg bietet, ist unklar. die Brücke ist morsch, in Neukieritzsch wird seit Jahren über einen Neubau gesprochen. Eine Sperrung erscheint nicht ausgeschlossen. In dieser Situation sieht die Gemeinde Neukieritzsch im Vollzug des Braunkohleplans einen Lösungsansatz, der mehreren Interessen dient.

Denn die Holzbrücke ist Teil des Pleißeradweges, Teil des Lutherradweges, dient Fahrradpendlern und Spaziergängern, sie wird aber auch von Versorgungsverbänden als Träger für Wasser- und Abwasserleitungen genutzt. Die Ziele des Braunkohleplanes erfülle sie aber nicht, sagte Hellriegel der LVZ. Deswegen möchte er sich mit den eingeladenen Partnern auf Möglichkeiten für den Bau einer Straße mit einer Brücke über die Pleiße verständigen.

Von André Neumann

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