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Borna Erdtransporte in Rötha – Vorwurf: Laster ruinieren die Straßen
Region Borna Erdtransporte in Rötha – Vorwurf: Laster ruinieren die Straßen
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00:27 29.03.2018
Lkw mit Erdmassen für den Autobahnbau in der Lessingstraße in Rötha. Quelle: André Neumann
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Rötha

Erst die Straße des Aufbaus, jetzt die Lessingstraße und ein Teil der August-Bebel-Straße: In einigen Teilen Röthas stöhnen Anwohner über verstärkten Lkw-Verkehr, dessen Ursache der Autobahnbau ist. Ein erheblicher Teil der Erdstofftransporte führt derzeit durch die Stadt. Nachdem sich kürzlich ein Anwohner der Lessingstraße öffentlich über die Situation beklagte, hat die Debatte jetzt auch den Stadtrat erreicht.

Transport von Erdmassen bringt Dreck und Lärm

Im Technischen Ausschuss machte dessen berufenes Mitglied Achim Keil seinem ärger Luft: „Irgendwann ist mal Schluss mit den Lkw“, schimpfte Keil. Nach seiner Erinnerung habe es Absprachen gegeben, wonach die Laster mit den Erdmassen auf der Autobahntrasse fahren sollten und nicht durch die Stadt. Das passiere aber nicht. Keil sprach von „Dreck und Krach“, den die Brummis verursachen würden und sah auch eine Unfallgefahr.

Auf die hatte auch der 75-jährige Horst Zacharias aus der Lessingstraße kürzlich in der LVZ hingewiesen. Zusätzlich zum gewöhnlichen Straßenverkehr habe er bis zu elf Erdtransporter in der Stunde gezählt und von seinem Fenster aus schon die eine oder andere brenzlige Situation beobachtet. Ihm war es bei seiner Kritik besonders auch um die zusätzliche Abgasbelastung durch die schwer beladenen Brummis gegangen.

Ausschussmitglied befürchtet hohe Kosten für Kommune

Achim Keil macht sich außerdem um den Zustand der Straßen Sorgen und um die Kosten für eine später eventuell nötige Instandsetzung: „Ich habe auch Angst, dass wir auf den Schäden sitzen bleiben“, machte er im technischen Ausschuss deutlich.

Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), sah wenig Chancen, an der Situation etwas zu ändern. An die von Keil ins Spiel gebrachte Absprache konnte er sich nicht erinnern. Zudem handele es sich um öffentliche Straßen. Die Lessingstraße sei eine Kreisstraße, wenn die repariert werden müsse, sei das Aufgabe des Landkreises, sagte das Stadtoberhaupt.

Umwidmung einer Kreisstraße im Gespräch

Mit diesem Hinweis räumte Eichhorn die Bedenken allerdings nicht aus. Denn nach den Verkehrsplanungen für die Zeit nach dem Autobahnbau wird die Lessingstraße keine Kreisstraße bleiben, sondern voraussichtlich zu einer kommunalen Straße umgewidmet, die dann der Stadt gehört. Dieser Einwand von Achim Keil veranlasste Stadträtin Ursula Reich zu der Forderung: „Wir dürfen die Straße nicht übernehmen, wenn sie nicht vorher repariert wird!“

In dem Zusammenhang brachte Keil auch noch den Weg zum Holzplatz ins spiel, den die Autobahn-Laster derzeit nutzen. Auch dort müsse die Stadt hinterher auf eine Reparatur durch die Verursacher drängen, forderte er.

Von André Neumann

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