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Wählervereinigung „Pro Pegau“ kritisiert Rückzugspläne der Leipziger Volksbank

Filialschließung Wählervereinigung „Pro Pegau“ kritisiert Rückzugspläne der Leipziger Volksbank

Für große Aufregung haben die Rückzugspläne der Leipziger Volksbank in Pegau gesorgt. Laut Bankvorstand Andreas Woda schließt unter anderem die Filiale am Kirchplatz 12 zum 31. März dieses Jahres. Die Wählervereinigung „Pro Pegau“ sieht darin nicht nur wirtschaftliche Einschnitte für die Bürger und die Stadt, sondern auch ein heruntergewirtschaftetes und leergezogenes Haus.

Neben Pegau schließt auch die Filiale in Oelzschau.

Quelle: Andreas Döring

Pegau. Für große Aufregung haben in Pegau die Rückzugspläne der Leipziger Volksbank gesorgt. Danach sollen zum 31. März mehrere Filialen im ländlichen Raum geschlossen werden, unter anderem auch die Geschäftsstelle in Pegau. „Wir haben die Hoffnung, dass in dieser Thematik noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde“, meldet sich der Vorsitzende der Wählervereinigung Pro Pegau, Kurt Brause, zu Wort.

In der Verwaltungsgemeinschaft Pegau-Elstertrebnitz leben gegenwärtig 7600 Einwohner. Wenn die Volksbank-Filiale wie beabsichtigt schließt, würde das große Nachteile mit sich bringen, zumal der öffentliche Personennahverkehr auf dem Land nur schlecht ausgestattet sei. Kurt Brause: „Demnach kann und wird die Kundschaft nicht folgen, wenn die VR-Bank abwandert.“ Eine Zentralisierung bringe nicht nur logistische Probleme mit sich, sondern stelle auch den Handels- und Gewerbestandort in Frage. Seiner Ansicht nach setze man ein fatales Zeichen und provoziere weitere wirtschaftliche Einschnitte. Brause appellierte an die Verantwortung der VR-Bank für die Region und deren Bürger.

Mit dieser Entscheidung werden nicht zuletzt die städtischen Bemühungen zur Stärkung des Einzelhandels und für ein attraktives Stadtbildes behindert. Pro Pegau erinnert hier an die Sanierung des Kirchplatzes, den Aufbau des neuen DRK-Stützpunktes sowie die Sanierung des Bahnhofes und des Marktplatzes im Jahr 2017. Darüber hinaus verzeichne Pegau eine ungebrochene Nachfrage nach Baugrundstücken. Hinzu kämen viele private Baumaßnahmen, die nicht zuletzt mit VR-Bank Krediten finanziert werden.

Doch nun beabsichtige das Unternehmen, nicht nur die Kundenbetreuung in Pegau abzuschaffen, sondern auch Terminal und Auszugsdrucker aus dem Zentrum zu verbannen, schüttelt der Stadtrat den Kopf. „Mit der Konsequenz, sich von dem teilsanierten Wohn-und Geschäftshaus am Kirchplatz 12 zu trennen und eventuell mit einer Containerlösung zu kompensieren. Das kann keine Lösung sein.“

Das stadtbildprägende Objekt sei bisher eher stiefmütterlich behandelt worden. „Aufsteigende Feuchtigkeit,veraltete Sanitär-und Heizungstechnik, verschlissene Fenster und Rückfassade werfen heute kein gutes Bild auf das Geschäftsgebaren“, zählt der Pegauer auf. So würde die VR-Bank Leipzig nicht nur unzufriedene Kunden zurücklassen, sondern auch noch ein runtergewirtschaftetes und leergezogenes Haus.

Viele Gewerbetreibende hätten ihren Unmut über die geplante Schließung mitgeteilt, erklärt Kurt Brause. Nach Informationen von Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) zum Neujahrsempfang habe die Stadt jedoch Gespräche mit dem Volksbank-Vorstand aufgenommen und aller Voraussicht nach soll nun eine Servicestelle mit Geldautomat und Drucker vor Ort bleiben, heißt es. Darüber hinaus empfiehlt das Geldinstitut die Nutzung der Filiale in Groitzsch.

Von der Schließung betroffen sind insgesamt sechs Geschäftsstellen: Neben Pegau auch Kitzscher, Kohren-Sahlis, Oelzschau, Langenleuba-Oberhain und Großdalzig. Bankvorstand Andreas Woda begründete das mit rückläufigen Einwohnerzahlen sowie politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hinzu käme die Digitalisierung. „Immer mehr Kunden nutzen bargeldlose Bezahlmöglichkeiten, überweisen online und speichern ihre Kontoauszüge auf dem Computer oder Smartphone.“

Von Kathrin Haase

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