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Borna Wanka empfiehlt Kooperation
Region Borna Wanka empfiehlt Kooperation
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16:40 19.05.2015
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka schaute sich gestern in der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz die Ausstellung "Tage.Bau.Land.Schaff(t)en" an. Quelle: Thomas Kube

. In Borna war Wanka allerdings nach langer Zeit zum ersten Mal, und sie räumte ein, dass ihre früheren Assoziationen mit der Stadt eher durch die damaligen Umweltbelastungen getrübt waren. Nach Witznitz war Wanka auf Initiative der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf gekommen, die an der Ministerin die gemeinsamen Wurzeln schätzt. Das erspare bisweilen größere Erklärungen, "weil sie recht schnell versteht, worum es uns hier geht".

Letztlich natürlich ums Geld, was natürlich niemand laut sagt. Schließlich soll die Ausstellung in Witznitz zum Ausgangspunkt eines Bergbau-Dokumentationszentrums werden, so wie es das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum ist. Das ist ein Leibniz-Institut, und das wünschen sich die Ausstellungsmacher, zu denen neben der Stadt Borna und dem Museum auch der Heimatverein des Bornaer Landes gehören. Bei Wanka sind sie dabei zumindest nicht verkehrt, weil die einstige Rektorin der Technischen Hochschule Merseburg auch für Wissenschaft und Forschung zuständig ist. Ihr gehe es aber darum, sich zunächst ein Bild vor Ort zu machen, betonte Wanka. "Das ist wichtig für mich", betonte sie, weil sich so vieles ganz anders wahrnehmen lasse als nur durch Aktenvermerke, erklärte die Professorin und fand damit Zustimmung bei Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Sie empfahl den Ausstellungsmachern, sich nach Orten umzusehen, an denen vergleichbare Projekte laufen.

Dabei stelle sich die Frage, ob es nicht vielleicht möglich sei, auch mit Einrichtungen in der Lausitz zusammenzuarbeiten, in denen die Bergbau-Geschichte bereits beleuchtet wird. Die kennt Wanka als einstige Brandenburgische Wissenschaftsministerin besonders gut.

Die studierte Mathematikerin, die vor drei Jahren auch als erste Frau aus den neuen Bundesländern Ministerin in einem westdeutschen Landeskabinett wurde, in Niedersachsen, weiß um die Bedeutung, die die Industriegeschichte und im Fall von Borna die Bergbau-Historie hat. Im Land Brandenburg sei es üblich, immer ein Jahr unter ein kulturelles Motto zu stellen. So gab es auch einmal ein "Jahr der Industriekultur". Die Bundeswissenschaftsministerin: "Da hatten wir die höchsten Besucherzahlen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2013

Nikos Natsidis

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