Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
War es ein Mord vor 50 Jahren? Skelett bei Arbeiten in Elstertrebnitz entdeckt

War es ein Mord vor 50 Jahren? Skelett bei Arbeiten in Elstertrebnitz entdeckt

Elstertrebnitz/Greitschütz. Einen grausigen Fund machten Bauarbeiter am Dienstag beim Straßen- und Kanalbau im Elstertrebnitzer Ortsteil Greitschütz, in Höhe des Grundstückes E 59. Beim Aufreißen der alten Straßendecke stießen sie in rund einem Meter Tiefe auf die Überreste eines menschlichen Skeletts.

Voriger Artikel
Bohrtrupp fahndet auf Frohburger Gebiet nach alten Kohleschächten
Nächster Artikel
Bornaer Autofrühling erfüllt alle Wünsche

Bei diesen Schachtarbeiten für den Straßenbau haben Mitarbeiter der Strabag in Elstertrebnitz ein menschliches Skelett gefunden.

Quelle: Andreas Doering

Die Baustelle wurde sofort gestoppt, Polizei sowie Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet worden. Noch am selben Tag kam ein Gerichtsmediziner vor Ort und nahm den oder die Tote in Augenschein - das Geschlecht konnte bis jetzt noch nicht bestimmt werden.

Ersten Schätzungen zufolge soll das Skelett mindestens 50 Jahre in der Erde gelegen haben, wahrscheinlich sogar aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen. Das erklärte Polizeisprecher Alexander Bertram gestern auf LVZ-Anfrage. Zu den Hintergründen des schrecklichen Fundes gibt es im Moment viele Fragezeichen. Derzeit lagern die menschlichen Überreste noch bei einem Bestattungsunternehmen, so Bertram weiter. Falls der Tote möglicherweise einer Straftat in den 1960er Jahren zum Opfer fiel, wird es ein Fall für die Kriminalpolizei, denn Mord verjährt nie. Ist das Skelett älteren Datums, sind die Archäologen gefragt. Wie es sich verhält, das ergeben erst gerichtsmedizinische Untersuchungen, etwa durch Ultraschall.

Mittlerweile hat die Nachricht von dem grausigen Fund die Runde im Dorf gemacht. Alteingesessene und auch Gemeindemitarbeiterin Gerda Zenker erinnern sich, dass die Straße in Greitschütz in den 50er Jahren nur eine Art Trampelpfad war. Anfang der 60er Jahre sei hier aber die Erde aufgebaggert und eine Trinkwasserleitung verlegt worden. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Offene Vermisstenfälle aus dieser Zeit sind bis jetzt jedenfalls nicht bekannt.

Zu dem Toten von Elstertrebnitz konnte die Staatsanwaltschaft Leipzig gestern noch keine Auskunft geben. Auf LVZ-Nachfrage erklärte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz, dass in so einem Fall üblicherweise eine Untersuchung der Leiche in der Rechtsmedizin erfolge, um Fragen zu klären wie den ungefähren Todeszeitpunkt, Alter und Geschlecht. Von den Untersuchungsergebnissen hänge jeweils ab, was weiter unternommen wird.

Fast genau vor einem Jahr, im April 2014, waren menschliche Knochen bei Schachtarbeiten an einem Wohnhaus am Schlossplatz in Pegau gefunden worden. Dieser Mensch soll vor 50 bis 250 Jahren gestorben sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2015
Engelhardt, Inge und Haase, Kat

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

18.08.2017 - 16:15 Uhr

Es sind mehrere Vereine deren geographische Lage in Nachbarschaft zur Pleiße sind. Das mit Pleißestädter prägte vor vielen Monaten, für seinen SV RegisBreitingen, der Autor dieser Zeilen.

mehr
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr