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Borna Warnstreik: Auch Schulen in und um Borna am Dienstag betroffen
Region Borna Warnstreik: Auch Schulen in und um Borna am Dienstag betroffen
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19:10 07.03.2011
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Borna

Zahlreiche Lehrer aus Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien der Region werden deshalb heute nicht vor ihren Klassen stehen. Stattdessen fahren sie zu einer Kundgebung, die am Mittag vor dem sächsischen Finanzministerium in Dresden stattfinden soll. Für jene Mädchen und Jungen, die trotz des Streiks zur Schule kommen, soll es eine Betreuung geben.

„Wir haben die Eltern Ende vergangener Woche in einem Brief informiert", sagt die Bad Lausicker Grundschulleiterin Birgit Geuther. Fast die gesamte Lehrerschaft ihrer Schule wolle sich an dem Ausstand beteiligen und nach Dresden fahren. Für jene Kinder, die nicht zu Hause bleiben könnten, organisiere man eine Notbetreuung.

„Die Betreuung der Kinder ist bei uns gesichert", sagt Gudrun Meier, die die Mittelschule in Groitzsch leitet. Es seien genügend Pädagogen in der Schule, die sich um die Mädchen und Jungen kümmerten. Ein Teil des Kollegiums werde sein Recht wahrnehmen und an der Protestkundgebung in Dresden teilnehmen.

Etwa 50 Prozent der 70 Lehrer am Gymnasium „Am Breiten Teich" in Borna beteiligen sich an den Warnstreiks. 25 Pädagogen werden sich auf den Weg zur Kundgebung nach Dresden machen. Sie starten von der Bornaer Apfelwiese aus mit einem Bus, der vom Sächsischen Lehrerverband (SLV) zur Verfügung gestellt wird.

„Das Echo ist sehr gut. Ich denke, dass die Beteiligung sehr hoch sein wird", sagte GEW-Landesvorsitzende Sabine Gerold der LVZ. Auch aus der Süd-Leipziger Region würden sehr viele Kolleginnen und Kollegen mit Sonderbussen nach Dresden kommen. „Sachsens Lehrer sind die bundesweit am Schlechtesten bezahltesten", begründete sie den Warnstreik. Es gehe in der Tarifauseinandersetzung aber auch um die Sicherung des Lehrernachwuchses und um bessere Lernbedingungen für die Mädchen und Jungen.

„Wir gehen von Beeinträchtigungen aus", sagt Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig. Erfahrungsgemäß reiche die Resonanz auf gewerkschaftliche Streikaufrufe von einzelnen Lehrern bis zu kompletten Kollegien. Die Schulpflicht sei an so einem Tag nicht per se aufgehoben, betont er: „Streik heißt nicht automatisch schulfrei." Unterrichtsausfall sei aber eine Option, wenn absehbar sei, dass sich viele Lehrer an dem Ausstand beteiligten. Die Einrichtungen seien unabhängig in der Pflicht, Betreuung anzubieten.

Der Schulbusverkehr ist durch den angekündigten Ausstand nicht betroffen. „Wir fahren ganz normal", sagt Rita Schnabel, Betriebsleiterin des Busunternehmens Thüsac. Schließlich müssten die Schüler, die in den Einrichtungen betreut würden, zur Schule und zurück gebracht werden.

Ekkehard Schulreich

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