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Warnstreik bei Edeka

Warnstreik bei Edeka

Warnstreik gestern im Edeka-Lager in der Stauffenbergstraße: Dort legten die Mitarbeiter von Mitternacht bis gegen 22 Uhr die Arbeit nieder. Grund dafür war nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die mangelnde Einigungsbereitschaft der Arbeitgeber in den aktuellen Tarifverhandlungen in Sachsen.

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Quelle: verdi

Borna. Mit der bevorstehenden Verlagerung des Bornaer Lagers nach Berbersdorf habe der Warnstreik nichts zu tun, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Annelie Schneider. Wohl aber mit der Forderung der Belegschaft nach einer Entgelterhöhung von 6,5 Prozent oder mindestens 120 Euro für alle Beschäftigten und Auszubildenden im sächsischen Groß- und Einzelhandel. Zudem verlangt die Gewerkschaft einen Zuschlag für alle Beschäftigten in Höhe vom 15 Euro. Außerdem soll der Tarifvertrag, über den am 10. Juni erneut mit dem Verband des Sächsischen Groß- und Einzelhandels verhandelt wird, eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Dagegen hätten die Arbeitgeber lediglich eine Erhöhung um zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent des Jahreseinkommens vorgeschlagen. Zudem wollen sie nach Angaben der Gewerkschaft eine betriebliche Öffnungsklausel, die eine zeitliche Verschiebung der Erhöhung ermöglicht. Nicht zuletzt fordern die Arbeitgeber, dass die Beschäftigten wie ihre Kollegen im Einzelhandel in Zukunft auch am Heiligen Abend sowie zu Silvester länger arbeiten sollen.

Ein Edeka-Mitarbeiter in der Stauffenbergstraße verdient nach Angaben der Gewerkschaft durchschnittlich 1800/1900 Euro brutto. Das bedeute etwa 1300 Euro netto unter dem Strich.

Von seiten der Edeka-Unternehmensgruppe Nordbayern/Sachsen/Thüringen in Rottendorf, zu der das Lager in der Stauffenbergstraße gehört, hieß es, dass das Unternehmen seinen Mitarbeitern bereits im März eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 2,65 Prozent zum 1. April 2013 zugesagt und die Erhöhung auch gezahlt habe. Das sei im Vorgriff auf die Tarifverhandlungen als vertrauensbildende Maßnahme gedacht gewesen.

In der Stauffenbergstraße befanden sich gestern Vormittag mehr als 100 Mitarbeiter im Ausstand. Insgesamt sind dort etwa 270 Leute beschäftigt. Verdi-Verhandlungsführerin Schneider erklärte, dem Vernehmen nach setze Edeka polnische Leiharbeiter während des Warnstreiks ein. Edeka teilte mit, es sei lediglich zu vereinzelten Verzögerungen bei der Auslieferung an die Einzelhandelsunternehmen gekommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Nikos Natsidis

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