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Warnung per App: Kreis-SPD setzt sich für landesweit einheitliche Lösung ein

Katastrophen Warnung per App: Kreis-SPD setzt sich für landesweit einheitliche Lösung ein

Früher heulten sie über den Dächern, wenn Gefahr im Verzug war. Doch seit Sirenen immer mehr aus der Mode kommen, hat ein neues Warnmedium das Land erobert: mobile Notfall-Apps, die über Smartphones Menschen erreichen. Das Problem: Mehrere solcher Apps sind auf dem Markt.

Die Warn-App „Katwarn“ informiert Bürger im Katastrophenfall, was zu tun ist.

Quelle: dpa

Landkreis Leipzig. Früher heulten sie über den Dächern, wenn Gefahr im Verzug war. Doch seit Sirenen immer mehr aus der Mode kommen, hat ein neues Warnmedium das Land erobert: mobile Notfall-Apps, die über Smartphones Menschen erreichen. Das Problem: Mehrere solcher Apps sind auf dem Markt. Verschiedene Anbieter preisen ihre Lösungen an. Beim Amoklauf von München wurde die Bevölkerung zum Beispiel über Katwarn informiert. Bei dem Warndienst handelt es sich um ein Notfallwarnsystem von Fraunhofer und den öffentlichen Versicherern. Andere Apps nennen sich Nina oder Biwapp.

Die SPD-Kreistagsfraktion unternimmt jetzt den Vorstoß, sich eine gemeinsame Position zum Thema zu erarbeiten. Ein Antrag, der Landkreis möge sich für eine einheitliche Notfall-App für die zehn Landkreise in Sachsen einsetzen, fand vor der Sommerpause im Kreistag eine breite Mehrheit. Die Fraktion setzte sich für eine App-Lösung ein, die in Katastrophenfällen eine ortsspezifische behördliche Warnung der Bevölkerung ermögliche. „So können die Bürger über kritische Lagen wie Hochwasser, terroristische Angriffe, Amokläufe oder Epidemien informiert werden.“, erklärt Fraktionschef Karsten Schütze.

Einige sächsische Landkreise würden sich bereits auf den Weg machen, um eigene Lösungen zu prüfen. „Sinnvoll ist aus unserer Sicht aber die Einführung eines landesweit einheitlichen Systems für alle Landkreise, damit es gegebenenfalls zu übergreifenden Warnungen per App kommen kann.“ Denn Katastrophen würden bekanntlich nicht an Kreisgrenzen Halt machen. Eine Abstimmung darüber könne am effektivsten über den sächsischen Landkreistag erfolgen, so die SPD. Im Anschluss bedürfe es einer Abstimmung mit dem Sächsischen Innenministerium.

„Wir sehen den Freistaat an dieser Stelle in der Pflicht, sich an der Einführung eins landesweiten Systems zu beteiligen. „Der Landkreis“, betonte Landrat Henry Graichen (CDU), „hat sich bereits mit dem Thema befasst.“ Auch das Landratsamt plädiert für eine einheitliche Lösung. Diese könne aber nur zustande kommen, wenn dies der obersten Behörde für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz obliege. Dem Freistaat sei zu empfehlen, einen Rahmenvertrag zur Einführung einer Warn-App abzuschließen und diesen zu finanzieren. Darüber hinaus seien Fördermöglichkeiten für die Landkreise und Kommunen zu schaffen, denen dadurch weitere Kosten entstehen. Auch ihre Favoriten benennt die Kreisbehörde: Katwarn oder Biwapp. Vorstellen könne man sich den Einsatz des einen als auch des anderen Systems.

Dort, wo Apps bereits funktionieren, sendet die jeweilige Leitstelle eine Warnung für den Bereich an alle Handys, die zum Beispiel die App Katwarn installiert haben. Dabei kann um Evakuierungen nach einem Bombenfund oder Unwetterereignisse gehen. Es gibt aber auch Landkreise, die Eltern auf diese Weise zum Beispiel über Schulausfälle informieren. Die Entscheidung, auf welchem Weg die Bevölkerung gewarnt wird, liegt im Ernstfall bei der unteren Katastrophenschutz-Behörde – also dem Landkreis.

Von Simone Prenzel

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