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Borna Warten auf den Pausenhof
Region Borna Warten auf den Pausenhof
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16:26 19.05.2015
Raus aus der Schule, rein in die Ferien: Wie alle anderen Klassen freut sich auch die 3b über das Schuljahresende. Doch bevor das neue beginnt, wünschen sie sich einen fertigen Pausenhof. Quelle: Julia Tonne

Auch in der Clemens-Thieme- Grundschule herrschte gestern Aufbruchstimmung.

Seit einem halben Jahr lernen die Kinder der einstigen Grundschulen Ost und Nord nun im neuen Gebäude in der Sauerbruchstraße zusammen. Mittlerweile haben sich vor allem die Kinder eingelebt, auch wenn es vielen von ihnen anfangs schwerfiel, sich zurechtzufinden und etliche neue Gesichter zu sehen.

Und noch immer ist nicht alles fertig. Seit April wird das Außengelände gestaltet, allerdings türmen sich nach wie vor Sandberge und Schutthaufen. Bauzäune geben den Blick auf eine Fläche frei, bei der die Kinder Schwierigkeiten haben, sich das fertige Ergebnis vorzustellen. "Die Schule ist schon toll", sagt der neunjährige Tarek. Alles sei neu, die Klassenräume seien gemütlich eingerichtet und auch der Hort, der im Nachbartrakt der Schule untergebracht ist, kann bei dem Drittklässler richtig punkten.

Doch dass bis gestern der Schulhof nicht genutzt werden konnte, ärgert ihn schon. "Jetzt haben die Bauarbeiter sechs Wochen Zeit, um alles fertig zu machen", hofft er. "Dann können wir uns ab dem nächsten Schuljahr in den Pausen wieder so richtig austoben." Auch seine Klassenlehrerin, Franziska Grumbach, wünscht sich zum neuen Schuljahr ein fertiges Gelände, denn dann seien die Kinder so ausgetobt, "dass sie besser im Unterricht aufpassen können". Die Räume selbst seien optimal eingerichtet und großzügig geschnitten.

260 Schüler hatte die Grundschule bis gestern. Denn 84 Viertklässler wurden gerade mit einem Programm im Goldenen Stern verabschiedet. 67 Erstklässler kommen Ende August hinzu. Dass so viele Anmeldungen vorliegen, hat laut Schulleiter Jörg Schulze den Grund, dass von diesem Jahr an die Eltern in Borna aussuchen können, in welche Grundschule sie ihr Kind schicken. Das Einzugsgebiet sei nun offen. "Dennoch entscheiden sich die Eltern für die Schule, die möglichst nah am Wohnort liegt", erklärt Schulze. Durch die Zusammenlegung beider Schulen gebe es natürlich auch mehr Arbeit für die Kollegen, mehr als 250 Kinder müssten erst einmal gebändigt werden, sagt der Schulleiter und lacht. Zudem seien die Ganztagsangebote in den vergangenen Wochen ausgeweitet worden.

Manuela Ukrow ist sichtlich froh, dass ihr Sohn Dominik die Schule besucht. "Sie ist bunt, hell und sehr großzügig gebaut", begründet sie. Doch vor allem gebe es Stühle, die optimal zum Kippeln seien, ergänzt sie schmunzelnd. Auch Dominik selbst fühlt sich wohl, wenn er auch mit der Garderobe seine Probleme hat. Sie ist zentral angelegt, was jedoch zu Schulbeginn und in den Pausen regelmäßig zu Warteschlangen führt. "Manchmal komme ich auch gar nicht ran, dann lasse ich die Jacke weg, um noch ein bisschen raus zu können", erzählt der Schüler.

In den kommenden sechs Wochen soll das Außengelände fertig werden. "Durch das Wetter in diesem Jahr sind wir im Verzug", erklärt Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Auch im Gebäude gebe es noch einige Kleinigkeiten, die in Ordnung gebracht werden müssten, beispielsweise fehlen hier und da Abdeckkappen, an anderer Stelle werden Scheiben ausgetauscht. Daran, dass sich die Kinder eingelebt haben, zweifelt sie nicht. Die Lehrer hingegen müssten sich jedoch noch finden. "Es ist schon ein riesiger Unterschied, ob ich an einer kleinen oder an einer großen Schule unterrichte", begründet sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Julia Tonne

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