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Borna Wasser-Verband gewinnt fünf Jahre Zeit
Region Borna Wasser-Verband gewinnt fünf Jahre Zeit
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13:49 19.05.2015

Um den zeitlichen Aufschub zu erlangen und dennoch Anspruch auf Fördermittel zu haben, genehmigte die Verbandsversammlung gestern auf ihrer Sitzung in Blumroda einstimmig einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der unteren Wasserbehörde beim Landratsamt. Diese Möglichkeit hat der Freistaat Sachsen eingeräumt, weil viele Kommunen und Verbände den Termin nicht schaffen.

So auch der AZV. Nach dem schon 2009 verabschiedeten Abwasserbeseitigungskonzept (ABK), erläutert Verbandsgeschäftsführer Sven Lindstedt der LVZ, mussten aus damaliger Sicht noch 2000 Grundstücke der zeitgemäßen Entsorgung zugeführt werden. Laut ABK sollten 1100 davon ans zentrale Entsorgungsnetz angeschlossen werden. Auf den verbleibenden 900 Grundstücken müssen die Eigentümer selbst ihre Kleinkläranlagen umrüsten oder ersetzen.

Lindstedt rechnet damit, dass bis Ende 2015 die reichliche Hälfte der vorgesehenen Grundstücke zentral angeschlossen ist. Derzeit wird beispielsweise in Wyhra und in Lauterbach an Abwasseranlagen gebaut, für Belgershain ist ein Bauvorhaben in Vorbereitung. In Thierbach steht der zweite Bauabschnitt aus. Der wurde in diesem Jahr nicht in Angriff genommen, weil die Stadt Kitzscher keine Fördermittel für den Straßenbau bekam. Im Ortsteil Trages will der AZV ab 2016 bauen. Auch in Neukirchen sei noch einiges zu tun. "Wir hätten schon weiter sein können", sagt Lindstedt, doch habe die Autobahn Kapazitäten gebunden, weil im Vorfeld des Weiterbaus der A 72 Abwasserdruckleitungen verlegt werden mussten. Zwar übernimmt der Bauträger die Kosten, doch hätten Planung, Organisation und Kostenverwaltung der Investitionen von rund fünf Millionen Euro über mehr als zwei Jahre anderthalb Arbeitskräfte des AZV gebunden.

Das verbleibende Bauvolumen für die Zeit bis 2020 beziffert Lindstedt mit rund elf Millionen Euro. Die Finanzierung sei schon 2009 gemeinsam mit dem ABK geregelt worden. Jahr für Jahr werden bis zu 15 Maßnahmen zu bewältigen sein, für 2020 verbleiben dann noch acht. Das ist in einem Investitionszeitplan geregelt, der Bestandteil des Vertrages ist. Der sei auch mit den Kommunen abgestimmt, sagt Lindstedt, so dass die wüssten, wann sie Geld für eine eventuell anfallende Kofinanzierung etwa bei gleichzeitigem grundhaftem Straßenbau bereitstellen müssen.

Grundstückseigentümer, die ihre Kläranlagen erneuern oder umrüsten müssen, haben laut Lindstedt keine Möglichkeit, über den 31.12.2015 hinaus noch zeitlichen Aufschub zu erreichen. Spätestens seit 2010 hätten die Bürger Bescheid gewusst, sagt Lindstedt. Und logistische Aufschubgründe wie für den Verband gebe es nicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.12.2014
Neumann, André

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