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Borna Wasserschloss Audigast im Nebel
Region Borna Wasserschloss Audigast im Nebel
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15:33 17.07.2015
Das Wasserschloss in Audigast. Quelle: Günther Hunger
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Audigast

Mehrere Millionen Euro müssten investiert werden, um wenigstens die Mauern trockenzulegen, das Dach zu erneuern und die Räume nutzbar zu machen. Immerhin steht das Gemäuer seit Mitte der 1990er-Jahre leer, als die letzten Bewohner ausgezogen sind. Errichtet wurde es 1753 auf einer ursprünglich mittelalterlichen Wasserburganlage. Heute kümmert sich offenbar niemand mehr um das einstige Vorzeigeobjekt.

Vermutlich letzter Eigentümer der Immobilie war der aus Bayern stammende und viele Jahre in Leipzig tätige Unternehmensberater Helmut Uhle. Er soll sich jedoch vor einigen Jahren auf eine Insel abgesetzt haben, sagt zumindest sein Büronachfolger in Leipzig, der selbst noch einige offene Rechnungen mit ihm hat. Er habe ferner gehört, dass das Wasserschloss verkauft worden sei, die neuen Besitzer pleite gingen und der Verkauf rückabgewickelt wurde. Möglicherweise an das Finanzamt in Leipzig. Doch dort als auch in der übergeordneten Behörde ist davon nichts bekannt, erklärte Simone Neubert, Sprecherin der Oberfinanzdirektion in Chemnitz auf Anfrage unserer Zeitung. Für den Verkauf von Liegenschaften sei vielmehr das Sächsische Immobilien- und Baumanagement SIB in Dresden zuständig. „Fehlanzeige“, konterte auch hier die Pressesprecherin Katja Weber. „Wir als auch der Freistaat Sachsen haben mit dem Wasserschloss Audigast nichts zu tun. Es ist auch nicht herrenlos, aber mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Für den Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze ist das Gebäude ohnehin ein Buch mit sieben Siegeln. „In den letzten Jahren ist hier nicht viel passiert und auch jetzt gibt es nichts Neues zu berichten. Ich halte immer mal Rücksprache mit der Ortsvorsteherin.“ Allerdings sei die Bausubstanz nicht so weit heruntergekommen, dass die Behörde einschreiten müsse, erklärte der Bauamtsleiter Dirk Schmidt. „Und selbst wenn, würde das Haus in sich zusammenfallen und hätte keine Auswirkungen auf den öffentlichen Raum.“ Insofern ist es kein Fall für die städtische Baupolizei.Fakt ist: Im Grundbuch wird nach wie vor Helmut Uhle als Besitzer des Wasserschlosses Audigast genannt. Er soll das Haus zwischenzeitlich an die QM Construction GmbH in Leipzig weiterverkauft haben, die wiederum an einen Leipziger weiterverkauft hat. Unklar ist indes, ob der Kaufpreis tatsächlich gezahlt worden ist. Damit bleibt der Nährboden für weitere Spekulationen bereitet, denn für eine Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung war Helmut Uhle auch per E-Mail in den vergangenen Tagen nicht zu erreichen.Kathrin Haase

Kathrin Haase

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