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Borna Wasserturm in Pegau sieht wieder frisch aus: Teilsanierung für 111-Jährigen
Region Borna Wasserturm in Pegau sieht wieder frisch aus: Teilsanierung für 111-Jährigen
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00:21 11.09.2017
Exponat im Freien: Ein alter Dieselmotor steht im Areal um den teilsanierten Pegauer Wasserturm. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau

Die Auffrischungskur für den Pegauer Wasserturm geht ihrem Ende entgegen. Seit März läuft eine Teilsanierung, deren Kosten Eigentümer Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) mit 230 000 Euro veranschlagt. Dabei wird auch das Areal um das 45 Meter hohe Bauwerk aufgewertet. Der Wasserturm ist seit 1906 in Betrieb.

Das denkmalgeschützte Gebäude war 1996 umfassend saniert worden. Doch seitdem sind beim nun 111-Jährigen neue Schäden aufgetreten. „Alter und Feuchtigkeit, aber auch Vandalismus und Graffiti haben das Mauerwerk mitgenommen, sodass es ausgebessert werden musste. Auch der Putz “, sagt Matthias Renger, Technischer Leiter beim ZBL. Es wurden und werden Fenster sowie die Eingangstür gewechselt. Es gab neue Anstriche für Wände und Böden. Auf der untersten Ebene wurde ein Belag aufgebracht, wodurch es weniger hallt als weiter oben. „Da kann hier auch mal der Chor proben“, so Renger. Zudem wurden eine Wartungsbühne als „Zwischenetage“ eingebaut und draußen Elemente zur Vogelabwehr angebracht.

Der Wasserturm von Pegau sieht wieder frisch aus. Während der Arbeiten sind Türen und Fenster erneuert, der Putz saniert und die Wände neu gestrichen worden.

Ansonsten ist in einem solchen Wasserturm viel Platz, da sich der eigentliche Speicher so weit oben wie möglich befindet, um reichlich Druck auszuüben. In Pegau fasst der Behälter 350 Kubikmeter Wasser. Nur zwei vergleichsweise schmale Rohre verbinden ihn mit dem Leitungssystem in der Erde. In einem steht die Wassersäule und wird täglich die Hälfte des Speichervolumens ausgetauscht. Das andere dient als Überlauf. Und eine schmale Metalltreppe führt, fast in der Mitte, nach oben.

Der Aufstieg ist Besuchern am morgigen Sonntag möglich, wenn der Wasserturm von 10 bis 15 Uhr beim Tag des offenen Denkmals mitmacht, lädt Regner ein. Dann sehen die Gäste auch eine kleine Schau mit historischen Objekten aus den Wasserwerken Pegau und Kitzscher: Dokumente und Hydranten, Holzwasserleitungen und eine Werkbank. Zwei denkmalgeschützte Türen verkleiden Schaltkästen. Sogar ein Stück Rohr aus dem Schloss Versailles nahe Paris ist dabei; das dafür reichlich unansehnliche Teil hat ZBL-Geschäftspartner Saint-Gobain Pam gestiftet.

Draußen wurde ein Nebengebäude mit einem Raum für Telekommunikationsfirmen erreichtet, die am Turm Antennenanlagen betreiben. „Dort ist auch eine Toilette, was gerade für Besucher wichtig ist“, so Renger; oft könne der Turm aber nicht öffentlich genutzt werden, weil in der Industrie-, genauer wasserwirtschaftlichen Anlage ein zweiter Fluchtweg fehlt. Auf dem inzwischen eingezäunten Grundstück sind noch alte technische Geräte ausgestellt, wie eine Dieselmaschine, die einst im Wasserwerk Pegau die Pumpe angetrieben hatte, erzählt der Technische Leiter.

Von Olaf Krenz

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