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Borna Wechsel an der Spitze der Kreis-SPD
Region Borna Wechsel an der Spitze der Kreis-SPD
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14:50 19.05.2015
Wird neuer SPD-Chef: Markus Bergforth Quelle: Goetz Schleser

Er würde damit den Bornaer SPD-Ortsvereins- und Stadtratsfraktionsvorsitzenden Oliver Urban beerben, der den Posten vor zwei Jahren übernommen hatte. Urban kündigte an, sich künftig verstärkt auf seine Heimatstadt fokussieren zu wollen.

Bergforth dürfte einziger Anwärter auf den Chefposten bei den Sozialdemokraten im Landkreis Leipzig sein. Die frühere Bornaer Landrätin und heutige SPD-Landtagsabgeordnete Petra Köpping winkte jetzt ab, als sie nach einer Kandidatur für den SPD-Chefposten im Kreis gefragt wurde. Dabei ist es kein Geheimnis, dass viele SPD-Mitglieder große Hoffnungen in die 56-Jährige gesetzt hatten. Immerhin ist sie eine der wenigen SPD-Politiker im Landkreis, die bewiesen haben, dass sie Wahlen gewinnen können. Köpping selbst bestätigte, dass sie gefragt worden sei, für den Vorsitz zu kandidieren. Sie werde aber gegen niemanden antreten, und weil mit Bergforth jemand seinen Hut in den Ring geworfen habe, trete sie auch nicht an. Außerdem sei sie als eine Art Multifunktionärin - Köpping ist stellvertretende SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende mit aktuellen Hoffnungen auf höhere Weihen - ohnehin zeitlich am Limit. Immerhin: Durch ihr Mandat gehört sie dem SPD-Kreisvorstand als kooptiertes Mitglied an.

Auch der scheidende SPD-Kreischef Urban will weiter im Vorstand mitarbeiten. Er zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit, in der es der SPD gelungen sei, "wahrnehmbarer" zu werden. So sei das SPD-Ergebnis bei der Kreistagswahl im Frühjahr mit das beste sämtlicher sächsischer Landkreise.

Bergforth, der aus Datteln bei Recklinghausen stammt und Vorsitzender der Brandiser Stadtratsfraktion von SPD und Grünen ist, möchte, dass die SPD landesweit besser durchdringt. Damit meint der Mann, der seine Brötchen aktuell als Projektleiter Hochwasserhilfe bei den Johannitern in Leipzig verdient, dass die Landkreis-SPD bei künftigen Sachsen-Wahlen Anspruch auf mehr als nur einen Listenplatz für ihre Kandidaten erheben kann. Beim sächsischen Urnengang vor anderthalb Wochen hatte von den Kandidaten aus dem Landkreis lediglich Köpping einen sicheren Listenplatz.

Markus Bergforth selbst war im nördlichen Muldental (Wahlkreis 26) als Direktkandidat der SPD angetreten und verpasste den Einzug in den Landtag deutlich. Er erhielt 12,3 Prozent der Stimmen.

Bergforth weiß um die offenen Flanken der SPD im Landkreis, in dem es für die Partei durchaus weiße Flecken gibt. Die SPD müsse erkennbarer werden und sich besser mit den Grünen verzahnen. Was die Frage aufwirft, wo sich der künftige SPD-Kreisvorsitzende politisch verortet. "Eher links", weil er in der Vertretung von Arbeitnehmerinteressen und sozialpolitischen Themen seinen Schwerpunkt sieht.

Der Kreisparteitag findet morgen im Brandiser CVJM-Haus, Zeititzer Weg 16, statt und beginnt um 10 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.09.2014
Nikos Natsidis

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