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Wehr in Elstertrebnitz ist fertig

Hochwasserschutz Wehr in Elstertrebnitz ist fertig

Das Wehr in Elstertrebnitz am Profener Elstermühlgraben ist nun endgültig fertig. Es schützt zukünftig die Gemeinde vor Hochwasser. Die Kosten für das Bauwerk belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Der Elstertrebnitzer Bürgermeister David Zühlke hofft jetzt, dass das komplette Hochwasserschutzkonzept umgesetzt wird.

Für die Elstertrebnitzer ist das neue Wehr eine Beruhigung. Doch für den Bürgermeister sind die Hochwasserschutzmaßnahmen damit noch nicht abgeschlossen.

Quelle: Andreas Döring

Elstertrebnitz. Die Arbeiten am neuen Wehr Elstertrebnitz am Profener Elstermühlgraben sind nun endgültig abgeschlossen, wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilt. Zwar ist das Wehr bereits seit September voll funktionstüchtig, allerdings seien in der vergangenen Woche noch die letzten Restarbeiten erledigt worden. Das neue Wehr schützt die Gemeinde Elstertrebnitz und die Stadt Pegau vor möglichen neuen Überflutungen. Auf mehr als zwei Millionen belaufen sich die Kosten für das Bauwerk.

„Der Bau des Wehres an der Bundesstraße 2 ist bereits im Hochwasserschutzkonzept für die Weiße Elster aus dem Jahr 2004 verankert“, sagt Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung. Der Profener Elstermühlgraben zweigt in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landesgrenze am Profener Wehr von der Weißen Elster ab. „Da der Elstermühlgraben aber nur eine begrenzte Menge an Wasser abführen kann, ist es in Elstertrebnitz und Pegau bereits bei kleineren Hochwassern der Weißen Elster zu Überschwemmungen gekommen“, begründet Schöne den Neubau. Das Wehr drossele nun den Abfluss des Mühlgrabens vor Elstertrebnitz. „Damit ist die Überschwemmungsgefahr durch das Gewässer gebannt.“

Für die Elstertrebnitzer bedeutet das neue Wehr einen sehr hohen Schutz, „das ist eine echte Beruhigung für uns Bewohner“, macht Bürgermeister David Zühlke (CDU) deutlich. Doch mit dem Bau des Wehres sei noch lange nicht das Ende erreicht, was den Hochwasserschutz betrifft. „Unumgänglich ist es, das komplette Konzept zusammen mit der Stadt Pegau umzusetzen“, fordert er. Dazu gehöre vor allem die Ertüchtigung der B 2 in Höhe der Ortschaft Elstertrebnitz. Die Realisierung des Wehres verdanken Zühlke und die Ortsbewohner vor allem dem früheren Bürgermeister Klaus Sommer. „Das Wehr war sein Lebenstraum, damit wir hier geschützt leben können“, betont der jetzige Rathauschef.

Das Wehr besteht laut Landestalsperrenverwaltung aus zwei Feldern mit je vier Metern Breite. „Der Abfluss wird durch zwei Platten, die sogenannten Hubschütze, gedrosselt. Bei normaler Wasserführung sind die Schütze geöffnet, bei Hochwasser werden sie geschlossen“, erklärt Schöne die Funktionsweise. Alle Daten und mögliche Störungen des Wehres werden bereits seit September elektronisch zum Betrieb der Landestalsperrenverwaltung in Rötha übertragen. Dort ist die neue Leitstelle für das Elstertrebnitzer Wehr und weitere Hochwasserschutzanlagen untergebracht.

Eine besondere Herausforderung beim Bau des Wehres stellte der Untergrund dar. „Das ist Auengebiet, daher ist der Baugrund noch optimal“, erklärt Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung. Deshalb habe es erhöhte Aufwendungen für die Gründung des Bauwerks gegeben. „Viel Geld steckt nicht sichtbar in der Erde“, sagt er und lacht. Eine andere Herausforderung war die, unterhalb des Wehres eine Wassermengenmessung unter laufendem Betrieb einzubauen. Die letzten Arbeiten, die nun auch beendet sind, waren laut Bobbe die Geländegestaltung und der Bau der Zufahrten von der B 2.

Von Julia Tonne

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