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Borna Wehrleiter: Brandschutz gefährdet
Region Borna Wehrleiter: Brandschutz gefährdet
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14:55 19.05.2015
Hier geht es ins Feuerwehrtechnische Zentrum Thierbach: Um dessen Zukunft sorgen sich führende Brandschützer im Landkreis. Quelle: Thomas Kube

Deshalb legt der Verband jetzt nach mit einem offenen Brief an Landrat und Kreisräte. Dass es bei Kreisausbildung der Wehren nicht rundläuft, unterstreicht ein zweiter offener Brief, den der Markkleeberger Stadtwehrleiter Rainer Walther der Kreisspitze und seinen Wehrleiter-Kollegen unter den Lichterbaum legte.

"Führend in Sachsen" seien die beiden Feuerwehrtechnischen Zentren, die der Landkreis Leipzig besitze. Das sagt David Zühlke, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes. Nach der Fusion von Leipziger Land und Muldental richteten sich die Standorte Thierbach und Trebsen neu aus und wurden mit Hilfe von Fördermitteln auf einen hochmodernen Stand gebracht - aber nicht mehr in dem Maße genutzt, wie es geplant war und wie es aus Sicht des Verbandes unverzichtbar ist. Beide Zentren sind wesentlich für die Ausbildung der Feuerwehrleute, etwa durch Übungsanlagen für die Brandbekämpfung, das Reagieren nach Chemieunfällen und den Atemschutzeinsatz. Zum Zweiten sichern sie das Funktionieren der Wehren in technischer Hinsicht: In Trebsen werden zum Beispiel Schläuche gewaschen und Atemschutztechnik gewartet. Thierbach wäscht Einsatzbekleidung und Schutzanzüge. Beide Zentren verfügen über moderne Prüftechnik, die mit einer gemeinsamen Datenbank verbunden ist. Zu den Kommunen, die inzwischen eigene Wege gehen, gehören Bad Lausick, Frohburg, Geithain und Kohren-Sahlis, die dazu eine Vereinbarung abgeschlossen haben.

Den Grund dafür, dass beide Zentren in finanzielle Schieflage geraten sind, sieht Zühlke in der ungenügenden Finanzierung durch den Kreis: "Die Gebühren sind nicht schlüssig. Sie führen zu einer Mehrbelastung der Städte und Gemeinden. Die ziehen sich deshalb Stück für Stück zurück und setzen bei der Ausbildung auf preiswertere private Anbieter." Die Sicherstellung des Brand- und Katastrophenschutzes im Kreis sei nicht zuletzt auch durch Personalabbau in den Zentren infrage gestellt. Für Zühlke und seine Mitstreiter ein Unding. "Mehrfach haben wir in den vergangenen Monaten Änderungen angemahnt." Jetzt wüssten er und seine Kollegen keinen anderen Weg mehr, als die Öffentlichkeit und die Kreisräte zu informieren und zum Handeln zu bringen.

"Die gemeindeübergreifende Aus- und Fortbildung ist am Ende", konstatiert der Markkleeberger Stadtwehrleiter Rainer Walther. "Insellösungen", die sich einzelne Feuerwehren geschaffen hätten, seien kaum zukunftsfähig. "Es ist nicht gelungen, die Erfahrungen beider Altkreise zu bündeln und ein funktionierendes System aufrecht zu erhalten und zu vervollkommnen." Insbesondere "kleine und nicht wohlhabende" Wehren, fürchtet Walther, könnten ihre Ehrenamtlichen künftig nicht mehr in erforderlicher Qualität ausbilden. "Der abwehrende Brandschutz in den ländlichen Gebieten" werde deshalb "nur noch in einer unangemessenen Hilfsfrist sichergestellt werden" können.

Landrat Gerhard Gey (CDU) werde sich im Januar zu den Briefen äußern, sagte Kreissprecherin Brigitte Laux auf LVZ-Nachfrage. Um schlüssige Antworten geben zu können, brauche er die Zuarbeit des Amtes für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.12.2013
Schulreich, Ekkehard

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