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Borna Weideroda: Denkmal für Gefallene ist saniert
Region Borna Weideroda: Denkmal für Gefallene ist saniert
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12:01 30.05.2018
Das sanierte Denkmal für Weiderodaer und Zauschwitzer, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Quelle: Jens Paul Taubert
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Leipzig/Pegau

In Weideroda ist das Denkmal für Kriegsgefallene restauriert worden. Der Stein benennt nun wieder gut lesbar fünf Männer aus dem Pegauer Ortsteil und dem benachbarten Zauschwitz, die als Soldaten dem Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) zum Opfer gefallen waren. Er war mit finanzieller Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig saniert werden.

Gedenkstein war stark verwittert

„In kleinen Orten mit wenigen Kriegsopfern ist auch die Erinnerungsarbeit oft auf einige wenige Engagierte beschränkt“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Sparkassenstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig.

„Umso mehr freuen wir uns darüber, dass die Stadt Pegau die Denkmalsanierung gerade in den ländlichen Ortsteilen als ihre Aufgabe ansieht – insbesondere auch noch 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.“

Die Inschriften des Gedenksteins in Weideroda. Quelle: Jens Paul Taubert

Der Gedenkstein hatte schon etliche Jahre der dringend benötigten Aufarbeitung bedurft. Über die Jahrzehnte war er stark verwittert und die Schrift unlesbar geworden. Das Fundament war bereits abgegangen, sodass das gesamte Denkmal gefährlich schief gestanden hatte.

Nun konnten die Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden. Es wurden die Schriftplatte gereinigt und die Inschriften mit den fünf Namen neu aufgebracht. Der Sockel wurde gerichtet und neu verputzt. Um für einen angemessenen Gedenkort zu sorgen, wurde zudem eine Beetanlage um den Stein herum angelegt.

Das Ergebnis gefällt auch dem Pegauer Bauamtsleiter Gunter Grothe. „Die Denkmäler in den dörflichen Gebieten sind schon länger Gesprächsthema bei der Stadt, doch eine großangelegte Restaurierung ist allein nicht ohne Weiteres zu stemmen“, erklärt er.

Stiftung hat Sanierung ermöglicht

Möglich sei das erst mit der Hilfe der Kultur- und Umweltstiftung in Höhe von 2000 Euro geworden. „Eine solche Förderung hilft uns sehr dabei, diese Gedenkorte zu erhalten. In Weideroda war es wirklich an der Zeit“, so Grothe.

Es war das zweite Denkmal in der Kommune, an dem die Sparkassenstiftung mitgewirkt hat. Im Vorjahr war in Großstorkwitz, wie berichtet, ebenfalls eine Erinnerungsstätte für Gefallene des Ersten Weltkriegs restauriert worden. Diesmal allerdings gab es keine offizielle Einweihung wie Mitte November. okz

Von okz

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