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Borna Weihnachtsoratorium in Borna – Samstag Aufführung nach vielen Proben
Region Borna Weihnachtsoratorium in Borna – Samstag Aufführung nach vielen Proben
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18:15 05.04.2018
Die Bornaer Kantorei probt das Weihnachtsoratorium mit Kantor Jens Staude (li.). Am Samstag wird es aufgeführt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Als die ersten Proben anstanden, war es noch sommerlich warm. Im September schon hat der Bornaer Kantor Jens Staude mit den Proben fürs Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach begonnen. Seitdem steht das wohl populärste Werk des großen Leipziger Thomaskantors regelmäßig auf dem Probenplan der Sänger, die jeden Donnerstag im neuen Gemeindesaal am Martin-Luther-Platz zur Übungsstunde zusammenkommen. Am Sonnabend sind die Kantaten 1 bis 3 in der Bornaer Stadtkirche zu hören.

Und obwohl das Weihnachtsoratorium für einen Großteil der Kantorei kein Neuland mehr ist, Arbeit gibt es reichlich, macht Staude klar. Auch, weil sich der Mann, der seit gut zweieinhalb Jahren für die Kirchenmusik in der Bornaer Gemeinde verantwortlich ist, keineswegs darauf einlässt, bei der Aufführung am Sonnabend, 17 Uhr, alles so zu machen wie beim letzten Mal.

Die Bornaer Kantorei probt das Weihnachtsoratorium mit Kantor Jens Staude (li.). Quelle: Jens Paul Taubert

Dabei macht Staude deutlich, „dass ich auf einem guten Fundament aufbauen kann“. Konkret auf der Arbeit seines Vorgängers Bernhard Müller, der das Weihnachtsoratorium in den mehr als 20 Jahren seiner Arbeit als Kantor in Borna etliche Male aufgeführt hat. Staude, der als ehemaliger Thomaner nicht abschätzen kann, wie oft er selbst „Jauchzet, frohlocket“ gesungen hat, gab mit dem Oratorium vor zwei Jahren in gewisser Weise einen musikalischen Einstand in der Stadtkirche.

Weil aber Musik Menschenwerk ist und eine Aufführung ein Live-Erlebnis, darf es als wenig überraschend gelten, dass auch ein erfahrener Musiker wie der Bornaer Kirchenmusikdirektor nicht immer präzise vorhersagen kann, wie er einzelne Stellen des Oratoriums dann während des Konzerts tatsächlich von seinen Sängern einfordert. Wobei er natürlich andererseits immer die Tatsache im Blick hat, dass es sich bei den Frauen und Männern der Kantorei um hochmotivierte Sänger handelt, aber nicht um ein professionelles Gesangsensemble.

Immerhin darf die Kantorei mit einem Durchschnittsalter von Ende 40, wie Staude sagt, durchaus als Kirchenchor der jüngeren Sorte gelte. Und als ein Chor mit nennenswerter Stimmgewalt, wofür allein 16, 17 Soprane stehen sowie sechs, sieben Bässe. Ganz abgesehen davon, dass die Bornaer Kantorei bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von etwa 20 Frauen und Männern der Kantorei Lößnitz verstärkt werden, Staudes alter Wirkungsstätte. Dort steht das Werk dann einen Tag nach der Aufführung in Borna auf dem Programm – mit der selben Besetzung, zu der neben den Chorsängern das Collegium Instrumentale Chemnitz sowie die Solisten Gertrud Günther (Sopran), Constanze Hirsch (Alt), Tobias Mäthger (Tenor) und Johannes Schmidt (Bass) gehören.

Die Bornaer Kantorei probt das Weihnachtsoratorium mit Kantor Jens Staude (li.). Quelle: Jens Paul Taubert

Bereits jetzt steht fest, dass das Weihnachtsoratorium im nächsten Jahr nicht in der Stadtkirche zu hören ist. Schließlich, macht der Kantor klar, gibt es in Sachen Weihnachtsmusik auch in Borna noch viel zu entdecken. Für die Vorweihnachtszeit 2018 plant er deshalb die Aufführung der Choralkantate „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und die Böhmische Hirtenmesse des tschechischen Komponisten Jan Ryba. Ein Stück, das hierzulande niemand kennt, das aber in Böhmen die Bedeutung des Werkes von Johann Sebastian Bach in Deutschland hat.

Das Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3 erklingt 16. Dezember, 17 Uhr, in der Stadtkirche Borna.

Von Nikos Natsidis

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