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Borna Weise: Fliesen waren vorher kaputt
Region Borna Weise: Fliesen waren vorher kaputt
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16:41 19.05.2015

Dagegen beteuert Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke), dass sich die Schäden erst jetzt sichtbar geworden sind.

Es ist eine abenteuerliche Vorstellung: Wenige Tage vor der großangelegten Eröffnungsfeier der Schwimmhalle, die seither offiziell Jahnbad heißt, kommt die Empfehlung von einem Gutachter, die Eröffnung zu verschieben. So wird es kolportiert. Laut sagen will das allerdings niemand. Dafür hat sich mit dem CDU-Stadtrat Weise jetzt ein Mann zu Wort gemeldet, der von Berufs wegen mit Bauproblemen zu tun hat. Er ist davon überzeugt, dass sowohl die Höhenunterschiede im Hallenboden als auch die unsauberen Arbeiten in den Ecken bei einer ordnungsgemäßen Bauabnahme hätten erkannt werden müssen. Hinzu komme, "dass ich davon ausgehe, dass die Fliesen nicht durch die Nutzung Schaden genommen haben". Ergo seien sie bereits beim Einbau nicht in Ordnung gewesen. Weise kritisiert, dass Oberbürgermeisterin Luedtke erst jetzt erklärt habe, dass das Jahnbad während der Sommerferien nicht wegen Reinigungsarbeiten, sondern wegen Baumängeln geschlossen werden muss.

Was ihn fuchst, ist der Umstand, "dass wir Mittel in die Hand nehmen müssen, um Schäden zu beseitigen an denen andere Schuld sind". Für ihn ist das "dilettantisch".

Oberbürgermeisterin Luedtke hält dagegen, dass die notwendigen Reparaturen erst jetzt erkannt worden seien. Bereits in der vorigen Woche hatte sie bestritten, dass die Summe von 30 000 Euro, die im Bauausschuss als Betrag zur Begleichung der Reparaturrechnungen genannt worden sein soll, stimmt (die LVZ berichtete). Überlegungen, die Eröffnung des umgebauten Jahnbades im März 2012 wegen Baumängeln zu verschieben, habe es niemals gegeben. In einem Schreiben an ihren Kritiker Weise betont die Rathauschefin, dass das Jahnbad nicht wegen der Reparatur der Fliesen geschlossen werde. Allein schon durch die entsprechende DIN-Vorschrift sei die Stadt angehalten, im Schwimmbecken mindestens einmal im Jahr eine Grundreinigung durchzuführen. Dazu sei es nötig, das Wasser aus allen Becken abzulassen und Beckenränder, Rinnen, Böden und die Zuläufe der Kanäle zu säubern. Dazu müsse der gesamte Beckenkreislauf mit seiner Mess- und Regeltechnik außer Betrieb genommen werden, so Luedtke weiter. Nicht zuletzt müsse auch die Sauna grundlegend gereinigt werden und Saunaholz möglicherweise abgeschliffen werden.

Luedtke erklärt auch, dass eine Abnahme der Fliesenarbeiten durch die Stadt bis heute nicht erfolgt sei, auch mit Blick auf die nicht erfolgte Mängelbeseitigung durch die Baufirma. Der seien insgesamt zwölf Mängelanzeigen zugegangen. Das Ergebnis: Mängel Hallenbereich und der Umkleidekabine seien entweder überhaupt nicht oder nur unzureichend repariert worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2013

Nikos Natsidis

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