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Borna Weismann: Es geht um Menschen
Region Borna Weismann: Es geht um Menschen
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15:10 19.05.2015

In der evangelischen Kirchgemeinde gab es jetzt eine Beratung, wie in Borna eine Willkommenskultur entwickelt werden könnte.

Es sei völlig undenkbar, "dass wir uns zu Weihnachten auf die Kirchenbank setzen und sehen, wie die Herbergssuche des Jesuskindes im Krippenspiel gezeigt wird", wenn die Asylbewerber nicht auch freundlich aufgenommen werden, sagt der Superintendent. Dabei mache schon der biblische Herbergswirt in der Weihnachtsgeschichte klar, dass er in "Sachzwängen" gesteckt habe, als er der Heiligen Familie nur den Stall als Quartier angeboten habe. Weismann hatte bei der Informationsveranstaltung am 17. November zum Thema Asylbewerber im Goldenen Stern angekündigt, dass in Borna eine Willkommenskultur entwickelt werden müsse (die LVZ berichtete). Deshalb sei ein kleiner Kreis der evangelischen Gemeinde übereingekommen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Flüchtlinge begrüßt und aufgenommen werden könnten - etwa durch Besuche oder auch durch den gemeinsamen Gesang, etwa von deutschen Volksliedern. Denkbar sei auch, Spielzeug für Kinder zur Verfügung zu stellen, so Weismann. In jedem Fall gehe es um Freundlichkeit, weil es sich um Menschen handle. "Da kommt ja kein Gesindel"; und selbst wenn die Menschen aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kämen, sollten ehemalige DDR-Bürger dafür Verständnis haben. "Es haben vor 1989 auch nicht alle die DDR nur aus politischen Gründen verlassen." Und das sollte auch bei den Neuankömmlingen respektiert werden.

Weismann erklärte, er könne die Sorgen der Anwohner nachvollziehen. "Ich hoffe aber, das die sich zu 98 Prozent auflösen."

Dass es sich bei den Asylbewerbern vermutlich zu nennenswerten Teilen um Moslems handelt, spiele keine Rolle. "In erster Linie geht es um Menschen." Zudem habe niemand die Absicht, die Asylbewerber zu missionieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2013
Nikos Natsidis

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