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Borna Wenig Straße, viel Bauzeit: Baustart in der Bornaer Geschwister-Scholl-Straße
Region Borna Wenig Straße, viel Bauzeit: Baustart in der Bornaer Geschwister-Scholl-Straße
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16:42 15.03.2017
Seit Montag laufen die Bauarbeiten in der Geschwister-Scholl-Straße. Am Mittwoch haben auch Stadtverwaltung, Anwohner und beteiligte Firmen zum Spaten gegriffen. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Wenig Straße, viel Bauzeit – so umschreibt René Brand, Niederlassungsleiter der beauftragten Baufirma Reif, den grundhaften Ausbau der Geschwister-Scholl-Straße in Borna. Doch der Teufel steckt im Detail – oder vielmehr in der Tiefe, wie er am Mittwoch beim Spatenstich erklärte. Denn die Baufahrzeuge müssten bis zu 4,50 Meter tief buddeln, damit Mischwasser- und Trinkwasserkanäle verlegt werden können.

Vier Auftraggeber muss das Unternehmen Reif während der Bauphase unter einen Hut bekommen: die Stadt, die Städtischen Werke Borna und SWB Netz sowie den Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL). Und trotz aller Planungen im Vorfeld wurde bereits ein erster Teil der gesamten Maßnahme verschoben. Weil die Mittelspannungsleitung in der Straße altersbedingt so marode ist, wird nun zuerst diese rausgenommen und neu verlegt. Erst dann können die Kanäle gemacht werden, die ursprünglich den Auftakt des Ausbaus der Geschwister-Scholl-Straße bilden sollten.

„Der hohe Leitungsbestand ist schon die größte Herausforderung für uns“, macht Brand deutlich. Zudem musste das Gesamtvorhaben in zwei Bauabschnitte unterteilt werden, damit das Unternehmen Automobile Borna und dessen Kunden weitestgehend von den Arbeiten verschont bleiben. Der erste Abschnitt umfasst den Bereich zwischen Magdeborner Straße und Autohaus und dauert bis etwa Ende des Jahres, Anfang des nächsten Jahres bis Mitte 2018 schließt sich dann die Strecke zwischen AMB und Leipziger Straße an.

Insgesamt schlägt die Maßnahme mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche, die Stadt zahlt davon 600 000 Euro aus eigener Tasche und aus Fördermitteln aus dem Topf „Zuwendung des Freistaates Sachsen im Rahmen der Förderung des kommunalen Straßen- und Brückenbaus“, der Rest kommt von den weiteren Auftraggebern.

„Die Straße war ja eine Zumutung – sowohl für die Autofahrer als auch für die Anwohner“, betonte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Dem konnte sich Anwohner Bodo Schindler nur anschließen: „Zeit wird es, dass hier was passiert.“

Neben Kanalbau und Leitungsverlegungen wird die Straße auf gesamter Länge grundhaft ausgebaut. Zudem wird der Rad- und Gehweg bis zur Magdeborner Straße fortgeführt und schließt dort an den bestehenden Weg der Ortsverbindungsstraße an, wie Planer Björn Wenner vom Büro Ukam erklärte. Das Neuverlegen sämtlicher Datenkabel sei ein weiterer Bestandteil der Maßnahme.

Von Julia Tonne

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