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Wenn die Kormorane mit dem Essen spielen

Wenn die Kormorane mit dem Essen spielen

Kleine Kinder hören das immer wieder von ihren Eltern: dass sie nicht mit dem Essen spielen sollen. Bei Kormoranen ist das anders. Sie spielen mittlerweile mit ihrem Essen - am Breiten Teich, der für die Vögel längst zu einem Paradies geworden ist, wie Teichpächter Udo Wolf beklagt.

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Der Breite Teich: Hier fühlen sich vor allem Kormorane sehr wohl, weil sie ohne viel Mühe zu Fischen kommen.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Er rechnet deshalb in diesem Jahr mit größeren Verlusten, wenn am 18. Oktober das Wasser aus dem Teich gelassen wird und die Karpfen zur Überwinterung nach Beucha kommen.

 

 

Dabei sei das Jahr für die Fischzucht im Breiten Teich gut gewesen, sagt Wolf. Ein Hochwasser wie vor Jahresfrist gab es 2014 bekanntlich nicht. Im Frühjahr hatte der Pächter 12 000 Setzkarpfen mit einem Gewicht von 30 Gramm in den Teich gesetzt. Die sollten jetzt an die 400, 500 Gramm schwer sein. Wolf geht davon aus, dass er in einer Woche vielleicht Fische mit einem Gesamtgewicht von 4000 Kilo aus dem Wasser holen kann. Dass es nicht mehr sind, hat mit den gefräßigen Vögeln zu tun, die in etwa so groß wie Gänse werden und eine Länge bis zu 94 Zentimeter haben können.

 

 

Die Kormorane haben sich mittlerweile auf der Insel im Breiten Teich niedergelassen. Sozusagen mitten auf ihrer Tafel, denn vor ihnen schwimmen die Hauptgerichte in Mengen. Mittlerweile fühlten sie sich derart sicher, dass sie den Teich auch nicht mehr verlassen, sagt Pächter Wolf. Abgeschossen werden dürfen sie ohnehin nicht mehr; und beim Einsatz von Schreckschusswaffen fliegen sie kurz auf - "und dann sind sie in zehn Minuten wieder da".

 

 

Dass sich die Tiere von den Fischen im Teich ernähren sei an sich nicht das Problem, sagt Wolf weiter. Weil sie aber in dem flachen Gewässer nicht einmal richtig hinuntertauchen müssen, kommen sie aus seiner Sicht schlichtweg zu leicht an ihre Mahlzeiten. Sie zerhacken die Fische aus purem Spieltrieb, auch wenn sie schon längst satt sind. Das Ergebnis sind tote oder zumindest verletzte Tiere, von denen auch nicht alle überleben. Unterm Strich bedeutet das für den Teichpächter weitere Verluste.

 

 

Wie hoch die sind, wird sich herausstellen, wenn der Teich abgelassen wird. Dann kommt zunächst auch das gesamte Wasser heraus. Drei, vier Wochen bleibt er trocken. "Der See muss ausgasen", sagt Wolf. Auf diese Weise reduziere sich der Schlamm, und Parasiten sterben ab. Anschießend kommt wieder etwas Wasser rein - 20, 30 Zentimeter, damit der Breite Teich bei entsprechenden Temperaturen von Schlittschuhläufern genutzt werden kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2014
Nikos Natsidis

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