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Borna Wenn ein Rabauke 50 Leute belästigt
Region Borna Wenn ein Rabauke 50 Leute belästigt
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14:31 19.05.2015

Fakt ist, dass die Zahl der Fälle in denen es zu Auseinandersetzungen zwischen Mietern kommt, zunimmt.

Nein, verallgemeinern will Uhle das Problem nicht. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass speziell in den BWS-Wohnblöcken in Gnandorf und Borna-Ost die Zahl der problematischen Fälle steigt. In der Regel handelt es sich dabei um Lärmbelästigungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen sowie nachbarschaftlichen Unfrieden. Probleme, die nicht ganz so leicht fassbar sind. Oftmals sind es jüngere Leute, die die Atmosphäre eines ganzen Hauses und auch darüber hinaus vergiften können. Besonders ältere Frauen leiden darunter, wie der BWS-Chef weiß.

Die BWS setze deshalb jetzt auf andere Strategien, um derartiger Probleme Herr zu werden. Wurden bisher Briefe hin- und hergeschickt, "suchen wir jetzt verstärkt das Gespräch". Mittlerweile gibt es eine informelle Runde aus Vertretern des städtischen Ordnungsamtes, der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative, die den Bürgertreff in der Schulstraße betreibt, und der BWS. Auf diese Weise könnten manche Konflikte bereits im Vorfeld entschärft werden. Allerdings handelt es sich oftmals um Schwierigkeiten, mit deren Lösung der Vermieter allein schlichtweg überfordert ist. Und bisweilen, so Uhle, müsse auch die Polizei mit einbezogen werden.

Immerhin handelt es sich durchaus um eine gewisse Größenordnung. Etwa 60 Fälle von Beleidigungen, Körperverletzungen oder Androhungen von Gewalt registriert sein Unternehmen, sagt der BWS-Geschäftsführer. Und bisweilen könne ein Rabauke bis zu 50 Mieter in Aufregung versetzen, wenn sich das Theater etwa im Hochhausviertel abspiele. Manchmal hat es wegen derartiger Probleme auch schon Kündigungen gegeben.

Wobei das recht schwierig ist, wie Uhle einräumt. Während die Gesetzeslage bei säumigen Mietzahlern klar ist, denen wegen ausstehender Zahlungen fristlos gekündigt werden kann, ist die Sache wegen andauernder Lärmbelästigung juristisch weit schwieriger. Das hänge damit zusammen, dass Wohnen in Deutschland ein Grundrecht ist. Im Falle eines Falles müssten die Delikte über Wochen und Monate haarklein dokumentiert werden.

In jedem Fall, so Uhle, stehe die BWS auf der Seite ihrer "friedlichen" Mieter. "Die Leute sollen uns mitteilen, wenn es Probleme gibt", damit die BWS die Chance habe, auf entsprechende Schwierigkeiten zu reagieren. Zumindest manches könne auch im Vorfeld geklärt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.03.2014
Nikos Natsidis

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