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Borna Wer will, wer will, wer hat noch nicht?
Region Borna Wer will, wer will, wer hat noch nicht?
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00:33 10.08.2015
Frank Stengel Quelle: André Kempner
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Borna

Die Wahl des/der neuen zweiten Mannes/Frau findet frühestens im November statt, wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sagt. Und es werden dafür bereits Namen von Interessenten gehandelt.

Natürlich der von Stengel, der aktuell im Urlaub ist. Er hat seiner Dienstherrin gegenüber auch schon bekundet, dass er zur Titelverteidigung bereit wäre. Wozu der einstige Mitarbeiter der früheren Bornaer Landrätin Petra Köpping (SPD) allerdings eine Mehrheit im Stadtrat bräuchte, die er angesichts der Verhältnisse dort wohl kaum haben dürfte. Bleibt die Frage, wie es damit bei anderen potenziellen Bürgermeisterkandidaten aussehen würde.

Genannt wird dabei der Name von Sebastian Stieler. Der 26-jährige Stadtrat, vor sechs Wochen unterlegener Oberbürgermeisterkandidat in Borna, gibt auf Anfrage lediglich zu Protokoll, "dass ich das komplett unkommentiert lasse". Immerhin könnte sich mit einem Bürgermeister Stieler Bornaer Stadtgeschichte wiederholen. Wir erinnern uns: Der damaligen Stadtrat wollte es im Jahr 2001 in seiner großen Weisheit, dass dem frischgewählten Oberbürgermeister Bernd Schröter (Bürger für Borna/BfB) ausgerechnet sein Gegenkandidat aus dem Oberbürgermeisterwahlkampf, Eberhard Kupfer (parteilos) an die Seite gestellt wurde. Der war zwar fachlich höchst kompetent, Schröter aber bei der OBM-Wahl um nur etwas mehr als 50 Stimmen unterlegen, weshalb alles andere als eine Männerfreundschaft zwischen ihm und seinem Chef die Folge war. Kupfer konnte nicht mit Schröter. Und umgekehrt. Die Folge waren sieben Jahre, in denen sich die obersten Bornaer bisweilen blockierten und paralysierten - mit entsprechenden Konsequenzen für die Geschicke der Stadt. Das müsste natürlich bei einer Konstellation Luedtke/Stieler keineswegs so sein. Dennoch lautet der Kommentar von Oberbürgermeisterin Luedtke zu einer möglichen Kandidatur von Stieler: "Er ist nicht geeignet", weil er kein Baufachmann ist

Ebenfalls im Kandidatentopf ist Katrin Weber, Nachfolgerin des früheren Bornaer Bürgermeisters Lutz-Egmont Werner an der Spitze der Freie Wähler Borna (FWB). Die Rechtsanwältin mit Arbeitsort Halle hat sich wie Stieler ein Schweigegelübde auferlegt und sagt, auf mögliche Ambitionen angesprochen, konkret: nichts.

Viel mehr ist auch Michel Zurbrügg nicht zu entlocken, dem die Rathauschefin wie schon Stieler das Etikett "ungeeignet" anheftet. "Dazu ist alles offen", sagt er SPD-Stadtrat, der als langjähriger Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Neukirchen Oberbürgermeisterin Luedtke jahrelang mit insistierenden Fragen zur Neukirchener Schule genervt hat. Vor einem Dreivierteljahr war Zurbrügg außerdem als Kandidatenkandidat für den OBM-Posten im Gespräch. Er will sehen, wie die Ausschreibung für die Bürgermeisterstelle formuliert ist, um sich eine Meinung zu bilden.

Am Ende könnte es überhaupt keinen neuen Bürgermeister geben. Denn das sächsische Kommunalgesetz sieht vor, dass ein Bürgermeister im Einvernehmen mit dem Rathauschef zu wählen ist. Es sei denn, der Stadtrat setzt sich mit einer Zweidrittelmehrheit durch.

© Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Nikos Natsidis

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