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Werbung für moderne Einrichtung in Böhlen

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Experimente im Chemiekabinett, Pflegeanleitung im Pflegezimmer, Herstellung von Lehmziegeln: Im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen (BSZ) waren am Sonnabend die Türen zu allen Fachbereichen für Besucher geöffnet.

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Unter dem Mikroskop gibt es jede Menge zu entdecken. Angehende Berufsschüler schauen sich unter Aufsicht von Schülern des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land in Böhlen Pflanzenwurzeln an. Fotos (2): Julia Tonne

Quelle: Julia Tonne

Böhlen. Damit warb das BSZ um neue Schüler.

Ob der Berufswunsch der jetzigen Neunt- und Zehntklässler Tierarzthelfer lautet, Laborant, Bankkaufmann oder ob nach der Schule ein Studium der Medizin, Biologie oder Wirtschaft folgen soll: "Mit dem Besuch des BSZ ist vieles möglich", erklärte Schulleiter Jörg Großkopf den Eltern und möglichen neuen Schülern. Und er machte deutlich, dass das berufliche Abitur gleichwertig zum normalen Abitur sei.

In den Bereichen Biotechnologie, Wirtschaftswissenschaften und jetzt auch Ernährungswissenschaften werden die Jugendlichen vertieft ausgebildet. "Und genau dieser fachlich vertiefte Unterricht macht für viele Berufswünsche Sinn", betont Großkopf. Bei der Biotechnologie gehöre das BSZ in Böhlen sachsenweit zu lediglich fünf Schulen, die dieses Fach anbieten. Entsprechend groß sei die Nachfrage. "Oft ist nicht klar, welche Bildungsmöglichkeiten es gibt", erläuterte Maren Deistler, Fachleiterin des Beruflichen Gymnasiums. Oft wüssten viele Schüler erst in der neunten und zehnten Klasse, in welche Richtung es später einmal gehen solle. Da die einmal gewählte Fachrichtung aber nach der Wahl feststehe, gibt es für angehende Schüler am 12. Februar ein Schnupperpraktikum.

Alexander und Eugene waren zwei der rund 150 Jugendlichen, die sich am Sonnabend über die Schule und deren Angebote informierten. Der 14-jährige Eugene will später Bankkaufmann werden und interessiert sich entsprechend für die Fachrichtung der Wirtschaftswissenschaften. "Für den Berufseinstieg ist es gut, wenn man schon vorher bestimmte Grundlagen gelernt hat", ist er sich sicher. Alexander hingegen will in einigen Jahren Metalltechniker werden und eventuell bei seinem Vater mitarbeiten. "Dass man hier so viele Möglichkeiten hat, ist schon klasse", sagt der 14-Jährige.

Sein Vater Klaus Rostalski, Inhaber der Firma Metallbau Rötha, ist vom BSZ sichtlich angetan. "Hier finden die Schüler optimale Voraussetzungen vor. Die technische Ausstattung ist modern und die Breite der Ausbildung riesig", lobt er. Welche Voraussetzungen angehende Metalltechniker mitbringen müssen, wisse er sehr gut. Entsprechend begeistert ist er von den Möglichkeiten, die das BSZ biete.

Michael Kluge, Oberstufenleiter, informierte am Sonnabend Eltern und Schüler auch über die Zugangsvoraussetzungen. Bei einem Notendurchschnitt von 2,5 und besser würden die Jugendlichen angenommen, zwischen 2,5 und 3,0 gebe es noch ein Eignungsgespräch. Die Abiturprüfungen seien mit denen am Gymnasium vergleichbar, das Kurssystem identisch.

Mittlerweile besuchen 750 Schüler die elften bis 13. Klassen am BSZ. "Die Zahl ist in den vergangenen Jahren recht stabil geblieben", so Großkopf. Auch ortsansässige Firmen und Unternehmen werden dem Schulleiter zufolge zunehmend auf die Absolventen der Schule aufmerksam. "Viele kommen auf uns zu und bieten Informationsveranstaltungen an, sie suchen eben frühzeitig nach gut ausgebildetem Nachwuchs."

Für den stellvertretenden Schulleiter Thomas Reck war der Tag der offenen Tür "ein toller Erfolg". Zahlreiche Schüler hätten sich informiert und durchaus Interesse bekundet. Wer sich das Angebot noch einmal anhören möchte, kann am kommenden Sonnabend zur Berufsorientierungsmesse in die Dinterschule nach Borna kommen. Dort stellt sich das BSZ zwischen 9 und 12 Uhr vor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.02.2014
Julia Tonne

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