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Borna Wermsdorfer ziehen nach Espenhain
Region Borna Wermsdorfer ziehen nach Espenhain
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15:39 20.04.2010
Wermsdorfer Fisch GmbH: Gunter Abitzsch und Tobias Güther bereiten die Makrelen für die Räucherei vor. Quelle: Günther Hunger
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Espenhain

Dennoch behauptete sich das Unternehmen am Markt und und fuhr ein höheres Betriebsergebnis als im Vorjahr ein. Es zog zwischenzeitlich von Wermsdorf nach Espenhain um. Von den Leistungen der GmbH können sich Interessierte am 1. Mai von 9 bis 16 Uhr beim Tag der offenen Tür überzeugen. „Die dicke Eisdecke sorgte dafür, dass weniger Sauerstoff zu den Fischen durchdrang. Doch unsere bewirtschafteten Karpfenteiche verfügen über einen Zulauf. Damit wurde in der Regel genügend Sauerstoff transportiert“, so der Betriebsleiter der Wermsdorfer Fisch GmbH, René Pistor (31). Er übernahm zu Jahresbeginn den Posten von seinem Vater, Harald Pistor, der in den Ruhestand ging. René Pistor selbst wirkte zuvor als stellvertretender Leiter. Größeren Schaden verursachten dagegen die Kormorane. Sie hätten an den einzigen freien Eislöchern gestanden und gierig ein Drittel der Fische gefressen und den Rest angehackt. Letzteres habe zu einem größeren Fischsterben geführt.Trotzdem gibt es am 1. Mai Fisch in allen Variationen: gebraten, gedünsten, gegrillt, gebacken und geräuchert. Doch auch wer selbst einen Teich besitzt oder einen einrichten will, wird auf dem Espenhainer Gewerbegebiet direkt an der Bundesstraße 95 fündig. Aufgrund des strengen Winters gab es auch hohe Verluste an Tieren in den Gartenteichen. Aus einer breiten Palette von 20 bis 30 verschiedenen Sortierungen könnten die Besucher neuen Besatz für ihre Teiche wählen. Ein Bad Lausicker Unternehmen verkauft Gartenteichpflanzen und gibt Tipps und Ratschläge zum Teichbau. Ein Frohburger Gartenfachmarkt bietet Blumen und Sträucher für die Teichbepflanzung an. Ein Geithainer Angelgeschäft informiert über Fischereischeinlehrgänge und allerlei Gerät. Angeln für Kinder hat das Unternehmen organisiert.Die Eltern können in der Zwischenzeit hinter die Kulissen der Wermsdorfer GmbH blicken. Espenhain ist seit Jahresbeginn der Hauptsitz des Unternehmens. Ihm steht nunmehr die 30-jährige Angela Stähler als Geschäftsführerin vor. Sie trat damit das Erbe ihres Vaters, Georg Stähler, an. In Espenhain werden täglich von zehn Mitarbeitern ein Teil der in den 40 Teichen des Unternehmens produzierten Süßwasserfische sowie angelieferte Meeresfänge zu Räucherfisch, Marinaden und Tiefkühlprodukten verarbeitet. Im Herbst wird ein Auszubildender im Unternehmen anfangen.Die Firma hat laut Pistor die Wirtschaftskrise schmerzfrei überstanden. Aus diesem Grunde sind auch in diesem Jahr Investitionen in einem sechsstelligen Bereich vorgesehen. „Wir brauchen diese, um die Anforderungen erfüllen zu können, die mittlerweile 300 Klein- und Großabnehmer deutschlandweit an uns stellen. Wir wollen vor allem die Fischverarbeitungs- und Kühlkapazitäten erweitern“, so der 31-Jährige. Voraussetzung dafür war, dass wir uns mit dem Abwasserzweckverband Espenhain zum Thema Entsorgung des Hälterungswassers einigen konnten.Zum 1. Mai wird der Stör Moby Dick II zu besichtigen sein. Das Maskottchen der Firma brachte im letzten Jahr über 50 Kilogramm auf die Waage und war 2,20 Meter groß“, sagte Pistor. „Da es sich um ein weibliches Wesen, handele, würde es wie eine alte Dame auf seine Linie achten“, erzählte schmunzelt René Pistor.

Cornelia Braun

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