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Werner: In Borna fehlt die Kontrolle von Bauprojekten

Werner: In Borna fehlt die Kontrolle von Bauprojekten

Die Freien Wähler Borna (FWB) machen mobil. Die Wählervereinigung, vor den letzten Stadtratswahlen vor fünf Jahren gegründet, will beim Urnengang im Mai 2014 erneut antreten, um die Zahl ihrer Mandatsträger zu erhöhen, sagt Lutz-Egmont Werner, der Kopf der Vereinigung.

Borna. Derzeit sitzen die beiden fraktionslosen Stadträte Brigitta Ast und Sebastian Stieler für die FWB im Stadtrat.

"Das war damals ein Schnellstart", sagt FWB-Chef Werner mit Blick auf den Urnengang 2009, als sich die neue politische Gruppierung erstmals zur Wahl stellte. Dazu gehörten seinerzeit der stadtbekannte Handwerksmeister Manfred Kügler, einstmals bei den "Bürgern für Borna", und die frühere Landratsamtsdezernentin Brigitta Ast, die, wie auch Werner selbst und Newcomer Sebastian Stieler, ein politisches Vorleben bei der CDU hatte. Nicht allzu lange nach der Wahl kam es zum innerfraktionellen Desaster, das bekanntlich mit dem Gang zum Gericht wegen nicht eingehaltener Regularien endete, die Stieler seinen damaligen Mitstreitern um den heutigen FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Joachim Steinhäußer vorwarf. Seither sitzen Stieler und Ast als die einzige FWB-Vertreter im höchsten Bornaer Gremium - als Fraktionslose. Werner, erster Bornaer Bürgermeister, der nach 1990 im Zuge einer freien Wahl ins Amt kam: "Das ist bedauerlich."

Dennoch oder gerade deshalb wollen die FWB in einem halben Jahr wieder antreten. Neben Ast und Stieler, der kein Mitglied der Wählervereinigung ist, seien weitere Kandidaten denkbar. Etwa Hans Kraft, Bürger aus dem Bornaer Norden, der sich regelmäßig kritisch zur Rathauspolitik äußert. Auch Werner selbst mag eine Kandidatur nicht ausschließen. Gründe für einen neuerlichen Antritt der FWB nach Angaben von Werner: die fehlende Kontrolle etwa von Bauprojekten (Der Ex-Bürgermeister: "Es wird ohne Zweifel viel gebaut in Borna."), deren Ergebnis etwa bei den Mehrkosten von einer Million Euro für die neue Dreifelderhalle zu sehen sei. "In Borna wird oftmals vieles teurer als gedacht, aber unser Geld ist begrenzt." Die Freien Wähler, die übrigens nicht Mitglied im sächsischen Landesverband der Freien Wähler sind, wollten zudem verstärkt und intensiver über Projekte wie den Bau einer neuen Kindertagesstätte diskutieren. Auch die Frage des fehlenden Baurechts in der Wyhraaue, dem Standort des einstigen Freibades, müsse thematisiert werden.

Und natürlich ist Ex-Bürgermeister Werner davon überzeugt, dass seine Nach-Nach-Nachfolgerin durchaus mehr Engagement für die Stadt zeigen sollte. Der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) sei jedenfalls sehr viel häufiger in Dresden. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sei dagegen lieber in China oder Irpen und wundere sich dann, wenn das Amtsgericht oder das Finanzamt aus Borna verschwinden. Dabei, so Werner, "haben wir genug Gewerbegebiete".

Und der FWB-Vorsitzende legt nach. Spätestens seit den Auseinandersetzungen um den Erhalt der Grundschule Neukirchen müsse sich niemand wundern, dass von den Nachbarkommunen wie Deutzen oder Espenhain keine das Bedürfnis nach einer Fusion mit Borna habe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.12.2013
Nikos Natsidis

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