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Borna Wettrennen der Zinkwannen und Paddeln auf dem Surfbrett – Gaudi beim Pegauer Badfest
Region Borna Wettrennen der Zinkwannen und Paddeln auf dem Surfbrett – Gaudi beim Pegauer Badfest
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17:44 26.06.2017
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Pegau

Ein leicht bewölkter Himmel sowie 25 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur waren am Sonnabend die idealen Voraussetzungen für das Pegauer Badfest. Entsprechend zahlreich tummelten sich am Nachmittag neben den Besuchern auf dem großzügigen Areal auch große und kleine Wasserratten in den Becken. „Wir als Betreiber haben vor einigen Jahren das traditionelle Fest wieder aufleben lassen. Es ist über die Zeit gewachsen und wir versuchen ständig, etwas Neues einzubringen“, erklärte der Chef der Böhlener Dienstleistungsfirma Konform, Jörg Wiltschko.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Pegauer Freundeskreis Oldtimer Klassik wurde das Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Während auf der Sportanlage im hinteren Teil die offene Stadtmeisterschaft im Volleyball lief, glänzten um das Badbecken jede Menge alte Autos in der Sonne. „An die 100 Fahrzeuge sind gekommen mit Oldtimerfreunden aus nah und fern“, freute sich Mitorganisator Horst Wiligalla über den Zuspruch.

Die weiteste Anreise hatte ein Trabantfahrer aus Freiberg. Neben alten Multicars, EMW, Ford, Wartburg oder VW-Fahrzeugen konnten auch Motorräder und selbst Traktoren bestaunt werden. Die Zeitzer Oldtimerfreunde hatten einen Barkas B1000 dabei. „Wir sind fast jedes Jahr in Pegau. Es ist ein gemütliches Treffen zum Fachsimpeln. Zudem ist es für Erwachsene und Kinder immer abwechslungsreich“, lobte Martin Kolbe mit Blick auf die weiteren Angebote. Dazu zählten unter anderem Bogenschießen, Ballwerfen, Kinderschminken, eine Hüpfburg und der erst kürzlich sanierte große Kinderspielplatz.

Doch was wäre ein Badfest ohne Aktivitäten im kühlen Nass? Hier konnten die Floriansjünger der Jugendgruppe der Pegauer Feuerwehr ihr erlerntes Wissen bei einer Wasserrettung mit dem Schlauchboot zeigen. Als einer der Höhepunkte entpuppte sich zweifelsohne das Badewannenrennen. In alten Zinkwannen musste eine Distanz von 50 Metern über das große Becken zurückgelegt werden. Balance war dagegen beim neuen Trendsport Stand-up-Paddling gefragt. Auf einem Surfbrett stehend, versuchten sich die Protagonisten, mit einem Stechpaddel vorwärts zu bewegen. Ohne Erfahrung ist da ein Sturz ins Wasser und Gaudi für Jedermann garantiert.

So zeigten sich am Nachmittag auch Horst Wiligalla und Jörg Wiltschko durchaus zufrieden. „Als Stadt sind wir immer daran interessiert, unser über 50-jähriges Bad in der Öffentlichkeit zu präsentieren sowie für Jung und Alt zu erhalten. Gleich nach der Saison erfolgt eine umfangreiche Sanierung für die rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt sind“, so der Pegauer Oldtimerfreund.

Von Olaf Becher

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