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Wie Kohle klingt

Wie Kohle klingt

In diesem Jahr steht im Bornaer Museum das ureigene Schwerpunktthema Bergbau im Mittelpunkt. Insbesondere mit der geologisch-musikalischen Ausstellung "Geosounds" erschließt das Museum neue Horizonte.

Borna. Außerdem sind Veranstaltungen zum Beginn der Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren in Vorbereitung.

Am Thema Kohle kann das Bornaer Museum gar nicht vorbeigehen. Nicht nur, weil es im Depot genügend Sachzeugen und damit potenzielle Ausstellungsstücke gibt. "Das wird von uns einfach erwartet", sagt die Leiterin des Museums, Gabriele Kämpfner. Deshalb scheint es nahezu logisch, dass am 11. März eine Sonderausstellung des Sächsischen Staatsarchivs unter dem Titel "Bodenschätze" eröffnet wird (die LVZ berichtete). Die Schau, die sich hauptsächlich aus Exponaten aus dem Freiberger Bergarchiv besteht, beleuchtet das Thema aber weit über den regionalen Bergbau hinaus. Es geht darum, was in Sachsen in früheren Zeiten zutage gefördert wurde: Silber, Erze und Kupfer.

Unter die Kategorie "Noch nicht dagewesen" dürfte des Ausstellung mit dem Titel "Geosounds" fallen. Auch hier steht ein Bodenschatz, speziell die Kohle, im Mittelpunkt. Allerdings sinnlich ganz anders wahrnehmbar. "Wie klingt Kohle" gibt Museologin Marie Breinl die Richtung an. Beleuchtet werden die Entstehung der Kohle vor Jahrmillionen ebenso wie die Devastierung von Dörfern, um an das schwarze Gold heranzukommen oder auch die Zukunft der Kohle. Eine multimediale Ausstellung im besten Sinn des Wortes, wenn etwa der Sound der Kohle zu hören sein wird - als Internetkomposition, die von deutschen und polnischen Schülern stammen. Seit mehr als einem Jahr haben die jungen Leute gemeinsam ein Musikstück komponiert. Die Ausstellung, die gegenwärtig in Dresden zu sehen ist, wird im Sommer eröffnet. Vorgesehen ist auch ein Kohle-Konzert mit dem Mendelssohn-Kammerorchester Leipzig, einem Ensemble, das im Jahr 2000 gegründet wurde. Ideal als Konzertort, ist Expertin Breinl überzeugt, wäre die ehemalige Brikettfabrik Witznitz.

Um die Kohle und ihre Folgen geht es auch am Jahresende, wenn eine Fotoausstellung an die Abbaggerung von Breunsdorf vor zwei Jahrzehnten erinnert. Gezeigt werden ab November Bilder des Fotografen Harald Kirchner.

Im September kommt eine Ausstellung ins Museum, die die Kulturdenkmäler der Landkreise Leipzig und Nordsachsen zum Inhalt hat. Sie wird vom langjährigen obersten Denkmalschützer der Stadt Leipzig, Wolfgang Hoquel, gestaltet. In der Schau geht es um die Region rund um Leipzig, wobei Museumschefin Kämpfner davon ausgeht, dass auch einige Bornaer Kulturdenkmäler zu sehen sein werden.

Zumindest zwei der drei großen Jubiläen dieses Jahres sollen auch in Borna thematisiert werden - und zwar der Beginn der beiden Weltkriege. Zum Thema Mauerfall, der sich 2014 zum 25. Mal jährt, ist dagegen aktuell im Museum nichts in Vorbereitung.

© Kommentar Seite 29

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.02.2014
Nikos Natsidis

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