Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Wie die neuen Wertstoffhöfe öffnen
Region Borna Wie die neuen Wertstoffhöfe öffnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 17.09.2011
Vom Landratsamt aus werden die Fäden für die Abfallregelungen gezogen. Quelle: Guenther Hunger
Anzeige
Borna

Zwar befindet man sich in mehreren Kommunen noch in den Genehmigungsverfahren, doch werden parallel die Ausschreibungen vorbereitet. In Borna sowie auf den Deponien Cröbern und Wischstauden sind die nötigen Bauarbeiten bereits beendet.

„Wenn der Winter nicht so früh kommt, können wir es schaffen", sagt Kell-Geschäftsführer Jens Adam. Im Frühsommer hatte er dagegen noch einige Probleme diagnostiziert und befürchtet, dass sich die nicht alle in der vorgesehenen Zeit ausräumen ließen. „Wir stehen bei den meisten Höfen noch in den Genehmigungsverfahren. Doch es gibt keine Signale, dass es irgendwo größere Hürden geben könnte", sagt Adam. Zudem bereite man parallel die Ausschreibung der Bauleistungen vor. Die hielten sich in den meisten Fällen allerdings in engen Grenzen: Betonieren einer Aufstellfläche für die Container und die Waage, Aufstellung eines Containers für die Mitarbeiter, Errichtung einer Einfriedung. Für alle zehn Wertstoffhöfe hat die Kell Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro veranschlagt.

„Unsicher" sei die Situation in Bad Lausick. Hier ist die Stadt bereit, ein Grundstück auf dem Gewerbegebiet Angerwiesen zur Verfügung zu stellen. Die Crux: Das Bebauungsplan-Verfahren für das Gewerbegebiet ist auch nach zwei Jahrzehnten nicht zu Ende geführt. Es ist aber Grundlage für die Genehmigung des Hofes. Die Stadt sei an einer Lösung dran, sagt Adam. Er ist zuversichtlich, doch noch bis zum Jahresende auch hier zum Zuge zu kommen.

Auf dem Betriebsgelände der Kell GmbH an der Deutzener Straße in Borna sind die nötigen Arbeiten bereits abgeschlossen, ebenso auf den künftigen Wertstoffhöfen in Wischstauden bei Groitzsch und in Cröbern. Für Markkleeberg wird der bisherige Standort an der Hauptstraße in Gaschwitz, nahe der Autobahnbrücke gelegen, hergerichtet. Deshalb muss der Hof vom 10. Oktober an bis zum Jahresende geschlossen werden.

Einher geht der Bau der Wertstoffhöfe mit einem neuen, einheitlichen Gebührensystem. Denn das differiert derzeit noch zwischen dem Muldental und dem Leipziger Land, etwa hinsichtlich der Sperrmüll-Annahme. Im Muldental geht es nach Gewicht, im Leipziger Land nach Volumen. Freimengen pro Kopf und Jahr sind aktuell 100 Kilogramm beziehungsweise ein Kubikmeter. Künftig wird grundsätzlich nach Gewicht abgerechnet. Die Gebührensatzung will der Kreistag im Dezember beschließen.

Die großen Höfe in Borna, Wurzen, Grimma und Markkleeberg öffnen mit dem neuen Jahr an 32 Stunden in der Woche, die kleinen in Bad Lausick, Frohburg, Beucha, Großlehna, Cröbern und Wischstauden an drei Tagen je drei Stunden. Zudem sind alle Höfe an je einem Sonnabend im Monat offen. Angenommen werden neben Sperrmüll auch Grünabfälle und Elektronikschrott. Auf den großen Höfen kann man an den Sonnabenden zudem Schadstoffe abgeben, die ansonsten wie gehabt das Schadstoffmobil einsammelt.

Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:php4mGMJi20110915201748.jpg]
Deutzen. Es ranken sich viele Anekdoten und Gerüchte um die Wasserkugel Deutzen. Als einstiges Industriebauwerk zum Wahrzeichen gereift, wurde das Denkmal zum Objekt der Begierde.

15.09.2011

[image:phpTTBT9T20110915200701.jpg]
Borna/Frohburg. Wer glaubt, im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) ein wenig Laub schieben zu können und ansonsten viel Zeit für andere Dinge haben dürfte, der ist auf dem sprichwörtlichen Holzweg unterwegs.

15.09.2011

Klappe, die zweite: Die Unterlagen für den Abschnitt der Autobahn 72 zwischen Borna und Rötha lagen schon einmal im Frühjahr 2010 öffentlich aus. Ein Jahr später, Ende Mai 2011, wurde über die Einwände diskutiert.

15.09.2011
Anzeige