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Wie ein Dominoeffekt:Rohre brechen in Borna

Wie ein Dominoeffekt:Rohre brechen in Borna

Bis zu 19 Stunden kein fließendes Trinkwasser: An gleich sieben verschiedene Stellen in der Stadt Borna führten am Montag Wasserrohrbrüche zu Versorgungsproblemen und Verkehrseinschränkungen.

Borna. Nach Angaben des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) stellten sich "Materialermüdungen" als Ursache heraus. Zwei der gebrochenen Graugussrohre sind bereits 120 Jahre alt, alle anderen liegen mehr als 50 Jahre im Boden, teilte der Technische Leiter des ZBL, Matthias Renger, am Dienstag mit.

Es war wie ein Dominoeffekt: Der erste Wasserrohrschaden wurde gegen 3 Uhr morgens aus der Leipziger Straße, in der viele Rohre mehr als 100 Jahre alt sind, gemeldet. "Durch das beschädigte Material änderte sich der Wasserdruck in den anderen Rohren geringfügig, was bei Schwachstellen im Ortsnetz zu weiteren Brüchen geführt hat", erklärte Renger. Zunächst barst die Wasserleitung in der Altenburger Straße. Danach platzte innerhalb der nächsten drei Stunden ein Rohr nach dem anderen, und zwar in der Stauffenbergstraße, in der Pawlowstraße, in der Neuen Platekaer Straße und in der Raupenhainer Straße sowie in der Platekaer Straße in Zedtlitz.

Zwischen 3 und 22 Uhr arbeiteten Mitarbeiter des ZBL mit der Umwelttechnik und Wasserbau GmbH aus Leipzig daran, die beschädigten Wasserrohre auszutauschen. Die Häuser und Geschäfte in direkter Umgebung mussten in dieser Zeit ohne Wasser auskommen. Die geborstenen Stellen, bestehend aus Grauguss, Asbestzement und Stahl, wurden durch duktile Gussrohre ersetzt. Dieses Material ist beständiger gegen Korrosion.

Wie hoch der Schaden durch die sieben Rohrbrüche ist, blieb auch gestern noch offen. Die Kosten müssten erst errechnet werden, sagte ZBL-Technikchef Renger.

Das Wasser war aus den geborstenen Rohren auf Straßen und Fußwege gelaufen. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der Bauarbeiten waren kurzzeitige Straßensperrungen nötig.

Es sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Brüchen kommt, so Renger. "Es gibt etliche Rohre im Stadtgebiet, die genauso alt sind." Es sei nötig, diese alten Rohre auszuwechseln, wofür es gründliche Vorplanungen und den städtischen Baugenehmigungen bedürfe. "Deswegen konzentrieren wir uns zurzeit nur auf die Schadensstellen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2014
Krysta Brown

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