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Borna Wie ein großes Klassentreffen
Region Borna Wie ein großes Klassentreffen
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16:11 19.05.2015
Schon am Sonnabendnachmittag füllten viele gut gelaunte Festbesucher den Park in Kahnsdorf. Quelle: Ulrike Wolf

Kaum hatte die Limit-Liveband am Sonnabendabend die ersten Takte gespielt, wurde es voll auf der Tanzfläche im großen Festzelt. Die Band aus Naunhof mit Sängerin Heike Voigtländer sorgte mit Schlagern, Hit's aus den 80ern und rockigen Klängen für Stimmung.

Schon am Freitagabend hatten sich mehr als einhundert Kahnsdorfer und Gäste am Fackelumzug beteiligt. Mit Böllerschüssen ging es am Samstagnachmittag weiter. Viele Familien zog es in den Park mit den großen Bäumen hinter dem Schillerhaus. Hier gab es vor allem für die jüngeren Gäste eine Tombola, Karussell, Autoscooter und auch mit dem Kohrener Landexpress konnte eine Runde durch Kahnsdorf gefahren werden. Der Großzössener Verein "Neue Helene" lud zum Kinderschminken und Basteln ein. "Das Angebot nicht nur für die Erwachsenen sondern auch für die Kinder wird immer größer. Das finde ich stark", freute sich Beate Eisert-Krasselt aus Neukieritzsch, während Tochter Nora (4) Karussell fuhr. Das vierte Jahr in Folge war sie mit der ganzen Familie hergekommen.

Am Nachmittag sind die Bänke im ehemaligen Rittergutspark gut gefüllt. Hier trifft man sich, plaudert, trinkt schon mal ein Bierchen und lauscht den Discoklängen von DJ Steph + Jo.Auch Hella und Rainer Birkner aus Kahnsdorf sind dabei und haben sich mit der Verwandtschaft getroffen. "Hier ist jedes Jahr allerhand los. Das Fest ist super organisiert", sagt Rainer Birkner. Vor vielen Jahren ist er mit seiner Frau von Borna nach Kahnsdorf gezogen. "Der Ort ist wie Urlaub", schwärmt Hella Birkner. Und auch wegen eines ganz besonderen Programmpunkts zieht es viele her: "Das schönste Feuerwerk hat Kahnsdorf", erzählt Roberto Birkner aus Rötha.

"Unser Fest ist wie ein großes Klassentreffen und eine Wiedersehens-Party", erzählt Angelika Fischer, Mitglied der Feuerwehr Kahnsdorf und Mitorganisatorin des Festes. "Einmal im Jahr sind alle da, Bekannte, Freunde und Fans des Parkfestes", sagt sie. Auch viele ehemalige Bewohner der Braunkohle-Ortschaften kämen zum Fest. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung laufen das ganze Jahr über. Angelika Fischer, Wehrleiter Jürgen Günther und viele weitere Feuerwehr-Aktive treffen sich regelmäßig, um alles auf die Beine zu stellen und zu planen. "Aber ohne die vielen freiwilligen Helfer aus dem Ort und Umland wäre es nicht zu schaffen", sagt Jürgen Günther.

Ines Schumann aus Großzössen ist eine von fast 20 Helfern an der Bar. Hier wird Bier gezapft, Limo ausgeschenkt oder Radler gemixt. "Wir wechseln uns alle drei bis vier Stunden ab", erzählt sie. Alle sprechen sich vorher einfach ab, das brauche keinen schriftlichen Plan. "Es ist der Zusammenhalt der Bewohner aus den Ortschaften, der mich zum Mitmachen motiviert", erklärt sie. Und da kann kommen, was wolle. Auch der plötzliche Gewitterregen konnte den Besuchern und Mitwirkenden am Sonnabendnachmittag nicht viel anhaben. Nur die Models der Modenschau - alles Feuerwehr-Frauen und Bewohnerinnen von Kahnsdorf - mussten schnell vom Laufsteg ins Festzelt flüchten.

Das Feuerwerk am Abend rundete das gelungene Programm ab und sorgte für Gänsehaut-Stimmung. Doch auch der Fest-Sonntag hatte ein besonderes Highlight zu bieten. Am Mittag gastierte Schlagerstar Bernhard Brink im Schillerort.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.08.2013

Ulrike Wolf

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