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Borna Wieder Automat gesprengt: Bahnhof Lobstädt blockiert
Region Borna Wieder Automat gesprengt: Bahnhof Lobstädt blockiert
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17:20 19.05.2015
Der Fahrkarten-Automaten ist zerstört. Seine Teile liegen auf dem Bahnsteig. Quelle: Jakob Richter

Man habe sofort einen Hubschrauber eingesetzt, die Flüchtenden aber nicht mehr orten können. Der Automat sei total zerstört worden. Die Bahnstrecke Borna - Neukieritzsch wurde für mehrere Stunden bis in den Vormittag hinein gesperrt. Danach mussten die Züge der Mitteldeutschen Regiobahn Lobstädt "wegen der Ermittlungsarbeiten der Bundespolizei ohne Verkehrshalt und mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde durchfahren", hieß es aus der Pressestelle der Deutschen Bahn AG. Die Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden.

"Der Tathergang muss genau untersucht werden. Dann wird man sehen, ob es zu den anderen Fällen dieser Art passt", sagte Ulrike Wulf, Sprecherin der Bundespolizei in Pirna, zur Häufung von Automaten-Aufbrüchen mittels explosiver Stoffe. Erst Mitte März hatten Unbekannte Automaten in Bad Lausick und Großbothen aufgesprengt, kurz vor Ostern in Frohburg. Zuvor waren unter anderem mehrere von ihnen in Ostthüringen betroffen (die LVZ berichtete).

Die Ermittlungen in Lobstädt obliegen der Polizeidirektion Leipzig. "Unsere Kriminaltechniker sind vor Ort", sagte Michael Hille. Auch Fährtenhunde habe man am Vormittag eingesetzt. Zu Ermittlungsergebnissen konnte er noch keine Aussagen treffen. Trotz der mehrfachen Anschläge auf Ticketautomaten der Bahn habe die Leipziger Polizei keine spezielle Ermittlergruppe gebildet. Die Beamten arbeiteten aber intensiv an einer Aufklärung und dabei mit dem Landeskriminalamt und der Bundespolizei zusammen, bei Bedarf auch länderübergreifend. Noch hätten diese Bemühungen nicht dazu geführt, Tatverdächtige ausfindig zu machen.

Um ihre teure und für die Kunden wichtigen Automaten zu schützen, unternehme die Bahn "vielfältige Maßnahmen. Diese im Einzelnen zu erörtern, würde den Tätern Wissen verschaffen, diese Vorkehrungen möglicherweise wiederum zu umgehen", hieß es vom Verkehrsunternehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

Ekkehard Schulreich

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