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Borna Wieder Feuer bei der Firma Plambeck
Region Borna Wieder Feuer bei der Firma Plambeck
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14:33 12.06.2018
Wieder hat es bei der Firma Plambeck im Gewerbegebiet Böhlen/Lippendorf gebrannt. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch/Lippendorf

Erneut gebrannt hat es am Sonntag auf dem Gelände der Recycling-Firma Plambeck im Industriegebiet Böhlen-Lippendorf. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Erst im März hatte es dort einen Großbrand gegeben. Im Juni 2014 hatte Feuer auf dem Betriebsgelände eine Halle zerstört.

Polizisten sehen Rauch aufsteigen

Zufällig entdeckt hatte das jüngste Feuer am Sonntag gegen 15.25 Uhr eine Polizeistreife, die vom Polizeirevier in Borna aus eigentlich zu einem anderen Einsatz unterwegs war. Die Beamten sahen schwarzen Rauch vom Firmengelände aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr.

Wieder Feueralarm bei Plambeck im Gewerbegebiet Böhlen/Lippendorf. Quelle: Jens Paul Taubert

Gebrannt habe Recyclingmaterial, erklärte auf LVZ-Nachfrage Karsten Jockisch, Sachbearbeiter Brand der Gemeinde Neukieritzsch. Feuerwehrleute hätten das Feuer mit Schaum gelöscht, Mitarbeiter des Unternehmens zogen das betroffene Material mit Technik auseinander. Die Betriebsfeuerwehr des Industrieparkes brauchte nicht einzugreifen.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Lobstädt, Regis-Breitigen, Neukieritzsch, Groitzsch, Lippendorf-Kieritzsch und Elstertrebnitz. Die Alarmierung erfolgte um 15.26 Uhr. Einsatzleiter war Thomas Salomon, stellvertretender Gemeindewehrleiter von Neukieritzsch.

Brand ist relativ schnell unter Kontrolle

Den Feuerwehrleuten war es relativ schnell gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Nicht zum Einsatz kommen brauchten die Spezialisten der Elstertrebnitzer Wehr, die bei Bedarf die Luftbelastung überprüft hätten. Die ABC-Erkunder übernehmen Messungen bei Bränden, bei Gasgeruch und Gasaustritt sowie zur Identifikation von unbekannten Chemikalien. Da der Entstehungsbrand schnell eingedämmt werden konnte, habe keine Gefahr für die Bürger bestanden, erklärte Maik Stelzner, Gemeindewehrleiter von Neukieritzsch.

Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache. Quelle: Jens Paul Taubert

Auch die Groitzscher Drehleiter habe nicht zum Einsatz kommen müssen und konnte bereits 15.45 Uhr wieder abrücken. Gegen 17.30 Uhr waren die Restlöscharbeiten beendet, die letzten Einsatzkräfte konnten abrücken.

Tragisch: Ein Neukieritzscher Feuerwehrmann brach durch die Hitze zusammen. Er war vor Ort vom Rettungsdienst versorgt worden, und es sei ihm bald schon wieder besser gegangen, erklärte Maik Stelzner.

Erst im März Großfeuer auf dem Gelände

Besonderes brisant war der Brand vom Sonntag, weil es erst im März ein Großfeuer auf dem Firmengelände gegeben hatte, dass die Feuerwehr tagelang in Atem hielt. Damals brannten Kunststoffabfälle in drei Lagerhallen. Die Polizei sah eine Selbstentzündung als wahrscheinlichste Ursache an. Auch im Jahr 2014 hatte es auf dem Firmengelände bereits ein Feuer gegeben.

Das Landratsamt kündigte nach den Ereignissen im März an, die Situation beim Unternehmen Plambeck ContraCon Bau und Umwelttechnik GmbH Leipzig zur Chefsache zu machen. Landrat Henry Graichen (CDU) wollte persönlich mit dem Geschäftsführer besprechen, welche möglichen Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können, um Brandereignisse künftig weitestgehend auszuschließen.

Von Inge Engelhardt

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