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Wieder Polizeieinsatz am Königsplatz

Wieder Polizeieinsatz am Königsplatz

Gestern musste die Polizei erneut zur Asylbewerberunterkunft in der ehemaligen Berufsschule am Königsplatz ausrücken. Grund waren zwei randalierende Tunesier. Beide wurden inzwischen aus der Unterkunft entfernt.

Borna. Landrat Gerhard Gey (CDU) sieht den Landkreis von der Staatsregierung im Stich gelassen.

Es war nichtr das erste Mal, dass die Polizei in die neue Asylbewerberunterkunft ausdrücken musste. Bereits am Donnerstag, als die 31 Asylbewerber aus der zentralen Aufnahmestelle in Chemnitz nach Borna gebracht worden waren, hatte es in der Nacht Probleme gegeben, als ein betrunkener Tunesier randalierte und Feuerlöscher beschädigte. Der Mann landete im Gefängnis in Leipzig (die LVZ berichtete).

Gestern gab es nach Angaben der Polizei erneut Probleme. Diesmal waren der Tunesier sowie sein Bruder der Grund. Sie hätten unter Alkohol Leute bedroht und bepöbelt, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig. Mitterweile, so Landrat Gey, seien die beiden Männer nicht mehr in Borna.

Gey, der betonte, "dass 99 Prozent der Asylbewerber friedlich sind", verwies darauf, dass die beiden Männer bereits in Chemnnitz als problematisch bekannt gewesen seien. Es handle sich um "mutmaßliche Kriminelle" mit Gewaltbereitschaft, die bereits in der zentralen Aufnahmestelle aufgefallen seien. Und da liegt für den Landrat ein entscheidendes Problem. Bereits in Chemnitz hätte dafür gesorgt werden müssen, dass die beiden Tunesier nicht zusammen in einem Heim unterkommen. Das habe aber dort offensichtlich ebenso wenig jemanden interessiert wie die Probleme, die es mit den beiden Männern nunmehr in Borna gibt, bei der Landesregierung als solche wahrgenomen würden. Gey telefonierte gestern sogar mit dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig (CDU) - vergeblich.

Vergeblich waren nach seinen Angaben auch Bemühungen, die beiden Asylbewerber in eine Art "präventiven Gewahrsam" zu nehmen. Ein entsprechendes Ansinnen habe der zuständige Richter abgelehnt. gey sieht sich und die Landkreisverwaltung als zuständige Behörde für die Unterbringung der Asylbewerber als letztes Kettenglied, das mit den Schwierigkeiten, die die Unterbringung von Asylbewerbrn mit sich bringen könne, an seine Grenzen stoße. Dabei sei klar, dass die beiden Tunesier die anderen friedlichen Asylbewerber in ein schlechtes Licht rücken, was die nicht verdient hätten. Der Landkreis habe keine Möglichkeiten, effektiv mit randalierenden Asylbewerbern umzugehen. "Wir können sie nicht unter Kontrolle halten." Auch die Möglichkeiten der Polizei seien begrenzt.

© Kommentar Seite 29

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2013
Nikos Natsidis

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