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Wiederauer nervt lahmes Internet

Wiederauer nervt lahmes Internet

„Für Leute, die das Internet sehr selten benutzen und nur ab und zu mal eine E-Mail senden, mag das kein so großes Problem sein.

. Aber ansonsten muss man sagen: Die Internetverbindung bei uns ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß", meinte Ortsvorsteher Michael Buth. Relativ zeitig nach der Wende habe sein Dorf ein neues Telefonnetz im Zuge von Straßensanierungen erhalten – das heute schon wieder veraltet ist. Neue Technik könne man dort nicht verlegen, würden die Wiederauer auf Anfrage bei der Telekom erfahren. Für die Firmen im Ort und viele Privatpersonen sei das mehr als ärgerlich. Daher begrüßt der Ortsvorsteher, wenn jetzt Bewegung in die Sache kommt. „Der Bedarf ist auf alle Fälle da", sagte Buth. Amtsleiter Grothe sind die Beschwerden bekannt. In Pegau sei die Internet-Geschwindigkeit sicher nicht überwältigend, aber man könne damit arbeiten. Es gehe vor allem um die Ortsteile.

Die Untersuchung soll heraus bekommen, wer extrem langsames Internet hat und somit als unterversorgt gilt. Danach werde die Stadt entscheiden, „welche Wege wir gehen". Das müsse nicht unbedingt die aufwendige und teure Breitbandverlegung sein, die derzeit in Groitzsch aufgebaut wird, auch eine Funkvariante sei denkbar, so Grothe. „Das muss man genau abwägen", meinte Ortsvorsteher Buth. Sicher würde die Funktechnik immer moderner und besser und sei deshalb eine Option, aber seiner Meinung nach solle man auch die Breitband-Variante durchrechnen und genau prüfen.

Die Nachbarstadt Groitzsch hat sich dafür entschieden: Wie berichtet, gelten laut einer Studie 16 ihrer 29 Ortsteile, was schnelles Internet betrifft, als unterversorgt. In 13 von ihnen baut die Telekom Deutschland GmbH eine Breitbandversorgung auf. Spätestens im Juli soll in 700 Haushalten eine DSL-Geschwindigkeit von 6000 bis maximal

16 000 Kilobits pro Sekunde verfügbar sein. Die Breitbandversorgung ist teuer und wird großzügig gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei rund 385 000 Euro. 90 Prozent davon fließen aus dem Förderprogramm Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile), den Rest finanziert die Stadt aus Eigenmitteln. Ausgenommen vom Breitbandbau sind Hohendorf, Langenhain und Oellschütz – dieses Gebiet soll laut Bundesregulierungsbehörde nicht zur Förderregion gehören, auch gebe es technische wie finanzielle Schwierigkeiten. Nach einigem Hin und Her wurde jetzt eine Lösung gefunden: Per Richtfunk soll die Computerverbindung dort verbessert werden.

Auch Elstertrebnitz will das Internet beschleunigen und lässt den Ort derzeit untersuchen. Langsam geht es vor allem im D-, E-, F- und G-Dorf zu, sagte Bürgermeister Klaus Sommer. Er wolle die Ergebnisse abwarten und dann mit dem Gemeinderat entscheiden, wie zu verfahren ist.

Claudia Carell-Domröse

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