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Borna Wildes Parken und umgeworfene Toiletten
Region Borna Wildes Parken und umgeworfene Toiletten
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14:00 19.05.2015
Der Harthsee lockt im Sommer immer Besucher an. Einen ordentlichen Bebauungsplan für das Areal gibt es aber bisher nicht. Quelle: Thomas Kube

Dafür herrscht dort eine gewisse Willkür, wie LVZ-Leser Reinhard Milewski berichtet. Es gebe dort entschieden zu wenig Parkmöglichkeiten, und ihm ist es schon passiert, dass es ihm nicht gestattet wurde, sein Fahrzeug dort abzustellen. Ab 16 Uhr aber interessiere das aber niemanden mehr. "Dann parkt dort jeder, wie er will." Reinhard Milewski fände es schade, wenn der Harthsee "verlottert wie die Adria".

Dass sich dort aber demnächst grundlegend etwas ändert, darf eher als unwahrscheinlich gelten. Während Harthsee-Eigentümer Wolfgang Kaiser beklagt, dass ihn die Stadt nicht zum Zuge kommen lasse, heißt es aus dem Rathaus, dass Kaiser schon seit Jahren Unterlagen schuldig bleibe, die zur Aufstellung eines notwendigen Bebauungsplanes erforderlich sind. Eigentümer Kaiser, der den See verpachtet hat, fühlt sich von der Stadt schikaniert. "Die Stadt soll endlich einen Bebauungsplan aufstellen." Er habe den Eindruck, dass es daran gar kein ernsthaftes Interesse gebe. Kaiser hat ein Leipziger Architekturbüro beauftragt, das gute Referenzen habe, weshalb er nicht versteht, warum die von ihm beauftragten Fachleute mit der Stadt nichts ins Geschäft kommen.

"Weil immer wieder Unterlagen fehlen", sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Und zwar seit Jahren schon. Die ursprünglichen Überlegungen für einen Bebauungsplan für den See lägen noch in der Zeit ihres Amtsvorgängers Bernd Schröter (Bürger für Borna). "Es heißt aber immer, dass die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden", was dann aber nicht geschehe. Generell sei die Stadt natürlich daran interessiert, "dass am Harthsee Ordnung herrscht".

Das ist gegenwärtig, wohlwollend ausgedrückt, nicht immer der Fall. Nicht nur, weil, so Kaiser, die Toiletten, die der Pächter dort aufgestellt hat, regelmäßig umgeworfen werden. Was das Parken anbelange, so sehe er sich außerstande, dort für ausreichend Kontrollen zu sorgen. "Das muss die Polizei oder das Ordnungsamt machen." Kaiser: "Oder soll ich als Parkwächter dort draußen stehen?" Der Harthsee sei ein privates Grundstück, bei dem es ihm gar nicht darum gehe, damit groß Geld zu verdienen. Es wird bewirtschaftet, so dass es dort im Sommer Eis gibt. "Und ich mache den Dreck weg, sorge für Strom und bezahle die regelmäßigen Wasserproben", sagt Kaiser. Aber: "Eine Bewachung des Geländes ist völlig ausgeschlossen." Sollte er mit der Stadt nicht klarkommen, bleibe ihm nur eine Alternative. Dann werde er den See, der als sein Eigentum eben privat sei, mit Schildern versehen, auf denen"Baden auf eigene Gefahr" stehe. Und sich dann zurückziehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2014
Nikos Natsidis

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